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Funfzehn Ansichten der neuen St. Gotthards-Strasse vom St. Gotthard-Hospiz bis Lugano / nach der Natur gezeichnet und geätzt von Joseph Meinrad Kälin, Jakob Suter; nebst einer Beschreibung von Herrn Karl Franz Lusser
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Gewchrfeucr, (lein Wuthgeschrey der Kämpfenden, dem Jammern und Weheklagen der Verwundelen und Sterbenden,vereint mit dem Tosen des Tessins, an diesem schrecklichen Tage wiedcrhallt haben , wo hier Völker aus den entferntestenWeltgegenden zusammentrafen, um sich, ohne sich zu kennen, ohne sich gegenseitig beleidigt zu haben, mit Wulh zumorden. Das ist Krieg! Die eine der zu diesem Abschnitt gehörenden Ansichten stellt die Ansicht der untern Tessinbrückedar, über welche sich die neue schöne, meist auf hohen Mauern ruhende Strasse in vielen Biegungen, das mit Steinen undFelstriimmern iibersäete Tremolathal hinauf windet, welches hier wirklich etwas zu freundlich dargestellt ist. Von der Brückehinauf zu schauen, meint man bald bey der obersten sichtbaren Terrasse zu seyn, irrt sich aber gar sehr, und ist manendlich da angelangt, so sieht man noch beynahe eben so viele Tcrassen vor sich, bis hinauf zum Hospilio.

Die andere Ansicht stellt die schöne Aussicht über Oberlivinen dar, die jeden Reisenden überrascht, wenn er demFelsenthal entwunden, auf die Höhe oberhalb dem Walde Piotella gelangt. Zu den Füssen gleichsam liegt Airolo , weiter überdem Engpass Stalvedro, das Dorf Maderano, in der Ferne die Dörfer Piota und Ambri .