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Für den Freund der Alpennalur, und besonders für den Mineralogen, ist Airolo sehr geeignet, um von da aus Excursionenxu machen, wozu der gefällige Herr Wirlh Camossi immer für sichere Führer sorgen wird. Gegen Westen oilnet sich das lange, aberenge Brcdetterlhal, dessen steile Seitenwände in die Wolken hinaufragen, und welches im Hintergründe durch die hohen Gebirgeder NülTcnen^der Nofena und dem Gries geschlossen und von dem Wallis getrennt ist. Durch dieses Thal fuhrt ein mit Pferdenund Maullhieren gangbarer Weg über die Dörfchen Fontana, Osasca , Villa, Bedrello, Ronco aufs Hospital al aqua, in dreyStunden von da über Alpcngelände auf die Höhe der ISuflinen. Zwey Stunden von hier erblickt man die Gries-, Avilla- undValecciagletscher; und die hier im Glimmerschiefergcbilde gefundenen Belemniten geben den Gcognosten viel zu schallen. Vondieser Höhe gelangt man durch das stcinichte Eginenthal in drey bis vier Stunden nach Obergesteln , dem obersten Dorfe imWallis , hinab» Von Fontana im Bredettcrlhalc aus, führt ein nur im höchsten Sommer gangbarer Pfad am See Narct, wo
schöne Cyanilcn brechen vorbey, über die Alp Campo della Turba in’s Sambuccolhal, dem nördlichsten Arm des piemontcsischen
Formazzathales. Ebenfalls nur im Sommer gangbar sind die heyden Pfade auf Fusio und Sornico im Maggia- undLavizarralhalc. Ostwärts von Airolo öffnet sich das Canarialhal, das sich zwischen den hohen Gebirgen Fonjio und Tanedaeinerseits, und Sorescia, Schipsius und Sclla anderseits, hinauf zieht, und wodurch man im Sommer auf beschwerlichem
Jägerpfade über Ponte nero nach der Unteralp des Ursernlhals gelangen kann. Ein besserer Weg führt südöstlich über die
Dörfer Maderano, Brngniasco und Altanka bev den Seen Rolom vorbey in’s Alpthal Piora, wo Granaten von mehr alsZollgrÖssc Vorkommen, und von da durch die Alp St. Carlo am See Cftdagno vorbey durch Valle Uoino und Termini nachdem Hospiz St. Maria in’s Medelserthal hinüber, oder auch beym Lukmonier vorbey durch das Valle Casaccia in’s Bolenzcrtbal.Alle diese Gebirgsiibergänge, auf welchen der Reisende nebst vielen nalurgeschichllichen Merkwürdigkeiten, herrliche undgrossavtige Ansichten der Alpen antrifft, sind jedoch nur im Sommer und Herbst zu bewerkstelligen. Die Gotthardsstrase aberläuft in der Richtung nach Süden über schöne ebene Wiesen eine halbe Stunde weit hinaus nach der Canariabriicke, unterwelcher die dritte IlaupUjuclle dem Tessin zueilt, dessen beyde vorzüglichsten aus dem Tremola- und Bcdretlerthalekommenden Quellen sich kurz vorher im Westen von Airolo vereinigt hatten. Unter Brugnasco scheint ein vom Fusse des