mufs zur W. des Ereignisses selbst addirt, die Einheit ge-ben ; weil es gewifs ist, dafs dieses Ereign, entweder ein-trifft oder nicht eintrifft.
So ist im obigen Beispiele die W., dafs die Zahl 3 nichtgeworfen werde (wofür 5 Fälle, nämlich, dafs eine der 5 übri-gen Zahlen i, 2 , 4» 5, 6 fällt, günstig sind), —-f, welche zuder oben gefundenen W. £ addirt, in der That die Einheit gibt.[I., 3y8.]
§• 325 . Aufser der eben betrachteten Wahrschein-lichkeit, welche auch einfache oder absolute W.lieifst, unterscheidet man noch die relative und zu-sammengesetzte W. — Unter der relativen W.versteht man dieW., welche entsteht, wenn man blofs jeneFälle, die zweien bestimmten Ereignissen günstig sind,ohne Rücksicht auf die noch übrigen möglichen Fälle, inBetracht zieht.
Die W. z. B. aus einer Urne, welche weifse, rothe, blaueund schwarze Kugeln enthält, eher eine weifse als eine schwarzeKugel zu ziehen, wobei also jene Fälle, in welchen man einerothe oder blaue Kugel zieht, nichts entscheiden, ist eine re-lative W.
§• 326 . Unter der zusammengesetzten W.versteht man die W., dafs zwei oder mehrere von einanderunabhängige Ereignisse zusammen eintreffen werden, sowie auch die W. eines Ereignisses, welches von dem Ein-treffen eines oder mehrerer vorausgehender Ereignisse, diewieder ihre eigene W. haben, abhängt oder bedingt wird.
So ist z. B. die W. mit 2 Würfeln auf einen Wurf den Pasch66 zu werfen, eine zusammengesetzte 5 weil die Ereignisse, mitdem einen Würfel die 6 , und dann auch mit dem 2 . Würfeldieselbe Zahl zu werfen , zusammen eintreffen müssen.
Theilt man die 32 Karten nach den Farben in 4 Packete, soist die W., das Coeur-Afs zu ziehen, ebenfalls eine zusammen-gesetzte; weil man zuerst die Hand auf das rechte Packet (aufjenes der Coeurs) legen, und dann erst daraus das Afs ziehenmufs; welch’ letzteres Ercignifs offenbar gar nicht eintreffenkann, wenn nicht das erstere schon Statt gefunden hat.