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1 (1837) Erster Theil, den Strassen- und Pflasterbau, dann den Brückenbau enthaltend / von J.M. Voit
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47
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erweicht. Bei einer Rothglühhitze läßt sich das Eisennach Gefallen biegen und formen; bei Weißglühhitzeaber laßt es sich schweifen, das heißt es lassen sichTheile durch starkes Schlagen zu einem Ganzen vereini-gen. Bei einer noch großem Hitze aber zerbröckelt sichdas Eisen unter dem Hammer.

Das Härten des Eisens und Stahles besteht da-rin, daß, wenn sie auf einen gewissen Grad erhitzt sind,solche mit Wasser schnell abgekühlt werden.

So werden mehrere Werkzeuge, wie z. B. dieSchlag - und Spitzeisen der Steinmetzen Habergelb gehär-tet. Auch erlangt das Eisen durch die Härtung eineoberflächliche Stahlhaut, und das ist ein Mittel, auchden gemeinsten Werkzeugen eine größere Dauer zu geben.Durch das Ausglühen muß gehärtetes Eisen wieder ge-schmeidig werden.

3- Gußeisen.

Das Gußeisen findet heut zu Tage eine vielfacheAnwendung in der Technik. Es werden nämlich sehrviele wichtige Theile der Maschinen von Gußeisen ge-macht, welche sonst aus Holz bestanden, z. B. Kamm-räder aller Art, Wellbaume, Wasserräder u. dgl. Dieeisernen Brücken, sowohl Hängbrücken als Bogenbrücken,bestehen in ihren Haupttheilen aus Gußeisen, und derenNutzen im Vergleich mit hölzernen Brücken ist entschieden.

Zu feuerfesten Gebäuden gehören unverbrennliche Ma-terialien, und auch in dieser Hinsicht leistet das Guß-eisen die trefflichsten Dienste, vorzüglich zu Treppen,Dachstühlen u. dgl.

Beim Straßenbau kommt das Gußeisen in verschie-denen Formen vor; vorzüglich kann es zu Geländernkleiner Brücken und bei Durchlässen in Anwendungkommen.

In den Eisenhütten sind mehrere Gußarten gebräuch-