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ander stehenden Röhren sind dann an ihren Enden, mit welchensie sich aneinander schieben, meist stark zugeschärft, so daß ihreBerührungsflächen Scheidewände bilden, welche unter einemspitzen Winkel gegen die Achse geneigt sind 72 , ä ä.). Aberauch diese Scheidewände, die natürlich doppelt seyn müssen, zeigennoch den Bau der übrigen Gefäßwand, obgleich etwas modificirt,da sie aus dickern Fasern bestehen, welche weitere und gewöhnlichlängere Spalten zwischen sich lassen (k'iZ. 73, h, v, ä.). Durchdiese Zwischenräume ist aber auch zugleich die Communikativn derganzen Gefäßhöhle hergestellt. Diese Scheidewände sind in dennetzförmigen Gefäßen der gemeinen Dattelpalme, aber auchanderer monvkotyledonischen Pflanzen und selbst dikotyledonischcrHölzer anzutreffen. Sie sind erst in neuerer Zeit (von HugoMohl) mit Bestimmtheit nachgewiesen worden. Die Höhlungder punktirten Gefäße ist oft mit runden blasenförmigen Zellen,welche durch eine fein punktirte Membran gebildet werden, aus-gefüllt, und zuweilen wird durch diese Zellen, wenn sie in Mengevorhanden sind, die ganze Gefäßhöhle verstopft. Besonders deut-lieh sind sie zu sehen in den größer» punktirten Gefäßen im Sten-gel des Kürbis und der Gichtrübe (ku^oni»), so wie im al-ten Eichenh 0 lze (k'iK. 76, e 0 . kiK. 77, e v.).
Die netzförmigen Gefäße sind im Allgemeinen größer als dieRing- und Spiralgefäße. Zn manchen Pflanzen, wie in der Ei-che, im Kürbis und im spanischen Rohr, ist ihr Durch-messer so bedeutend, daß man auf einem Querschnitte die Mün-dungen dieser Gefäße ohne Mühe mit unbcwaffnetem Auge er-kennt. Sie kommen mehr in den ältern Theilen der Pflanzervor und liegen da, wo sie mit den andern Gefäßformen zu Bün-deln vereint vorkommen, meist nach dem Umfang der Pflanze zu.Da, wo sich jüngere Triebe entwickeln, sieht man daher über undneben den Röhren der netzförmigen Gefäße, welche sich nicht injene Triebe fortsetzen, Spiral- und Ringgefäße sich ansetzen, sodaß der Charakter eines Gefäßes, wenn wir dieses nach seinemganzen Verlaufe in der Pflanze verfolgen, nicht immer in allenTheilen derselbe bleibt, sondern das Gefäß auf seinem Zuge diedrei bisher betrachteten Formen zeigen kann, ohne daß man geradeimmer einen allmäligen Uebergang aus einer Form in die anderenachzuweisen vermag, da die einzelnen Röhren des Gefäßes häu-