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Vierunddreissigstes Capitel. Kupfer. 277
war, wurden noch 2 CC. Chromlösung verbraucht. Es sind also 17,5—2= 15,5 CC. Chromlösung das Mass des Ferridcyankaliums. 15,5X 0,0032933 giebt 0,510 Grm.
Die Uebereinstimmung ist nicht befriedigend.
. Vierunddreissigstes Capitel.
Kupfer.
1 CC. Chromlösung = 0,006336 Grm. Kupfer
1 CC. „ = 0,007936 „ Kupferoxyd
1 CC. „ — 0,024936 „ krystallisirtem Kupfervitriol.
Diese schon von de Haen *) ermittelte und nach dem Bunsen’-sehen Verfahren ausgeführte Bestimmungsmethode lässt sich auf dieStreng’sche Methode übertragen. Statt der verdünnten schwefli-gen Säure und Jodlösung kann man Zinnchloriir und Chromlösunganwenden.
Wenn ein Kupferoxydsalz mit einem Jodmetall in Lösung zusam-menkommt, so zersetzen sie sich nicht einfach in Kupferjodid, welchesnicht zu existiren scheint, und ein entsprechendes Sauerstoffsalz, sondernes scheidet sich Kupferjodiir als unlösliches Pulver aus und die Hälftedes Jod wird in Freiheit gesetzt. Man hat also nur dieses in Freiheitgesetzte Jod zu bestimmen, um den Kupfergehalt zu erhalten. De Haensetzte verdünnte schweflige Säure zu, bis die Jodfarbe verschwundenwar, fügte Starkelösung hinzu und titrirte dann mit Jodlösung von be-kanntem Gehalt blau. Ich führte die Operation in der folgendenArt aus.
Ich löse das gewogene Kupfersalz in Wasser mit etwas Schwefel-säure, füge Stärkelösung und eine Auf! isung von reinem Jodkalium imUeberschuss zu, bringe das blaue Gemenge unter die Zinnchloriirbüretteund lasse unter Umschwenken diese Flüssigkeit einlaufen, bis die blaueFarbe der Jodstärke verschwunden ist. Die Flüssigkeit ist dann vondem ausgeschiedenen Kupferjodiir trüb und weiss. Darauf lasse ich Ze-hend-Normalchromlösung einlaufen, bis die blaue Farbe der Jodstärkewieder eintritt.
Da nur die Hälfte des Jods in Freiheit tritt, so sind für jedes AtomJod zwei Atom Kupfer, resp. Kupfersalz in Anrechnung zu bringen.
Von einer Kupferlösung, welche im Litre 12,5 Grm. reinen Kupfer-vitriol enthielt, wurden 10 CC. herauspipettirt, mit Jodkalium und Stärke-
*) Annalen der Chemie und Pharmacie, Bd. 9), S. 237.