29G Dritter Abschnitt. Arsenigsaures Natron gegen Jodlösung.
einer Pipette ab , versetzt sie mit Stärkelösung und etwas doppelt koh-lensaurem Natron, und titrirt mit Jodlösung blau. Die verbrauchten CC., N .
Jodlösung werden auf arsenigsaure Natronlösung reducirt, und de-ren Gehalt an arseniger Säure ist aus ihrer Bereitung bekannt.
Ist die arsenige Säure nicht in Lösung, so wird sie durch Kochenmit doppelt kohlensaurem Natron gelöst, mit Stärkelösung versetzt undmit Jodlösung blau titrirt. Die Berechnung ist dieselbe.
Es wurde 0,1 Grm. arsenige Säure, von derselben, welche zur Dar-stellung der Normallösung dient, abgewogen, in doppelt kohlensauremNatron durch Kochen gelöst und mit Stärke- und Jodlösung gemessen.Es wurden 202 CC Jodlösung (Titre: 10 CC. ars. Natron := 99,6 CC.
Jodlösung; also 1 CC. Jodlösung = = 0,1004 CC. ars. Natron
gebraucht. Die 202 CC. Jodlösung sind = 20,28 CC. arseniksaure Na-tronlösung, und diese mit 0,00495 multiplicirt geben 0,1003 Grm. arse-nige Säure statt 1 Grm.
0,1 Grm. derselben arsenigen Säure, am folgenden Tage in glei-cher Art geprüft, brauchten ebenfalls 202 CC., geben also auch 0,1003Grm. arsenige Säure.
Es wurde nun zunächst dies Verfahren zur Bestimmung der arseni-gen Säure in dem käuflichen Realgar, Auripigment und weissen Arsenikangewendet.
Wenn man rothes Realgar mit einfachem oder doppelt kohlensauremNatron kocht, so bildet sich immer eine gewisse Menge arsenigschwef-liges Schwefelnatrium. Die filtrirte Flüssigkeit giebt mit Essigsäureübersättigt einen gelben Niederschlag von Schwefelarsenik. Man konntenun so verfahren, dass man das Realgar mit kohlensaurem Natronkochte, dann nach dem Verdünnen und Erkalten mit überschüssiger Es-sigsäure fällte und das Filtrat, mit kohlensaurem Natron übersättigt, mitJodlösung austitrirte.
0,2 Grm. Realgar wurden so behandelt und die arsenige Säure anNatron gebunden, mit Jodlösung bestimmt. Es wurden 24 CC. Jodlö-sung (Titre: 10 CC. arsenigs. Natron = 101 CC. Jodlösung) gebraucht.Die 24 CC. Jodlösung sind = 2,376 CC. arsenigsaures Natron, unddiese, mit 0,00495 multiplicirt, geben 0,01176 Grm. arsenige Säure.
0,01176.100
Dies Realgar enthielt alsoSäure.
0,2
oder 5,88 Proc. arsenige
Es zeigte sich , dass die mit essigsaurem Natron versetzte arsenigeSäure ebenso viel Jodlösung gebrauchte, als die mit kohlensaurem Na-tron übersättigte. In der That ist dies auch einleuchtend, weil die gebil-dete Arseniksäure an das Natron des essigsauren Natrons treten kann undEssigsäure in Freiheit setzt, welche ihrerseits die Arseniksäure nichtblösslegen kann. Es ist demnach ein Gemenge von arseniger Säure mit