Sechsundvierzigstes Capitel. Chlor.
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Sechsundvierzigstes Capitel.
Chlor.
Substanz.
Formel.
Atomgewicht.
1 CC. Arsenik-lösung ist gleich
95) Chlor .
CI
35,4G
0,003546 Grm.
1000 CC. Chlorgas (bei 0° und 760 mm Bar.) wiegen 3,17 Grm.1 Grm. Chlor „ „ „ „ „ füllt 315,457 CC.
Das Chlor kann sowohl als Gas, in Flüssigkeiten gelöst oder anfeste Körper gebunden, nach dieser Methode bestimmt werden. Es istdies die eigentliche Chlorometrie. Die Resultate sind im höchsten Gradeübereinstimmend und richtig und die Erscheinung der Beendigung derFig. 104. Operation wirklich brillant. Jede Zersetzung eines sauer-stoffhaltigen Körpers von bestimmter Zusammensetzung, wel-cher mit Salzsäure - Chlor entwickelt, ist eine Controle derChlorometrie.
In allen Fällen muss das Chlor durch arsenige Säuregebunden sein, ehe die Stärkelösung hinzukommt. Es kanndies in zweierlei Art mit gleichem Erfolge geschehen: ent-weder lässt man das Chlor zu einer gemessenen Menge vonArseniklösung und prüft nachher durch Betupfung von Jod-kaliumstärkepapier, oder man lässt das Chlor zu einem un-bekannten Ueberschuss von reinem kohlensaurem Natron undlässt dann die Arseniklösung hinzufliessen, indem man vonZeit zu Zeit mit einem eingetauchten Glasstabe auf das Jod-kaliumstärkepapier abstreicht, bis keine blaue Färbung mehreintritt. Jetzt erst setzt man die Stärkelösung hinzu undmisst mit Jodlösung den Ueberschuss der arsenigen Säure.
Die Controlversuche wurden mit einem sehr starkengelben Chlorwasser angestellt.
Zu 15 CC. Arseniklösung wurden 10 CC. Chlorwasseraus der Pipette, die zum Ansaugen mit einem vorgebunde-nen Kalkröhrchen, Fig. 104, versehen war, hinzugelassen.Zwischen der Pipette und dem Kalkröhrchen, welche miteinem eingetrockneten Gemenge von Glaubersalz und Aetz-kalk gefüllt ist, befindet sich ein durch einen QuetschhahnPipette mit geschlossenes Kauschukröhrehen. Während man ansaugt,^ctfior\vabaer. r öffnet man den Hahn durch Drücken, dann lässt man den-