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Dritter Abschnitt. Arsenigsaures Natron gegen Jodlösung.
selben sich schliessen und die Flüssigkeit durch leises Drücken desQuetschhahns bis an die Marke abfliessen. Man ist so gegen alle saurenund schädlichen Gasarten beim Ansaugen vollkommen geschützt.
Nach dem Zusatz von Stärkelösung wurde mit Jodlösung (Titre:10 CC. Arseniklösung = 26,4 CC. Jodlösung) zurückgemessen und7,6 CC. davon verbraucht. Diese sind = 0,287 CC. Arseniklösung.Ziehen wir diese von 15 CC. ab, so bleiben 14,713 CC. Arseniklösungals Maass des Chlors. Diese mit 0,003546 multiplicirt, geben 0,05217Grm. Chlor.
Der Versuch, in gleicher Art wiederholt, gab wieder 7,6 CC. Jod-lösung, also 0,05217 Grm. Chlor.
Wurden die 10 CC. Chlorwasser zuerst zu kohlensaurem Natrongefügt und dann 15 CC. Arseniklösung hinzugebracht, so wurden 7,7 CC.Jodlösung verbraucht; also fast genau dasselbe Resultat.
30 CC. Arseniklösung, 20 CC. Chlorwasser erforderten 15,2 CC.Jodlösung; also genau wie beim ersten Versuche.
Es enthalten demnach 10 CC. des in Rede stehenden Chlorwassers0,05217 Grm. Chlor.
Unter Zugrundelegung des Factums, dass 1000 CC. Chlorgas von0° und 760 mm Barometerstand 3,17 Grm. wiegen, findet inan, dass 1 Grm.Chlor (bei 0° C. und 760 mm Bar.) einen Raum von 315,457 CC. ein-nimmt. Demnach nehmen 0,05217 Grm. Chlor einen Raum von 315,457X 0,05217 = 16,457 CC. ein, und dieses Wasser enthält 1,6457 Vol.Chlorgas von 0° und 760 mm Bar.
Da häufig in arzneilichen Verordnungen Chlorwasser mit Syrupenvereinigt wird, so lässt sich die Frage erheben, was unter solchen Um-ständen mit dem Chlorwasser geschieht. Es wurden daher von demseinem Gehalte nach bekannten Chlorwasser 20 CC. mit einer UnzeSyrvptis Sacchari vermischt und einige Zeit stehen gelassen, dann 30 CC.Arseniklösung zugefügt und der Rest der arsenigen Säure in bekannterWeise gemessen. Es wurden 20 CC. Jodlösung gebraucht. Vorhersind unter denselben Verhältnissen, aber ohne Syrup, 15,2 CC. Jod-lösung gebraucht worden. Demnach sind 20 — 15,2 = 4,8 CC. Jod-lösung = 1,818 CC. Arseniklösung das Maass des Chlors, welches sichnicht mehr als solches, sondern als Salzsäure im Gemenge befand. Diesberechnet sich auf 0,00644 Grm. Chlor von den 20 CC., welche 0,10434Grm. Chlor enthalten.
Es wurden nun 20 CC. desselben Chlorwassers mit 1 Unze Himbee-rensyrup vermischt und in bekannter Art nach Zusats von nur 20 CC.Arseniklösung gemessen. Es wurden 47 CC. Jodlösung gebraucht.Diese sind = 17,8 CC. Arseniklösung. Ziehen wir diese von 20 CC.Arseniklösung ab, so bleiben 2,2 CC. Arseniklösung als Maass des nochvorhandenen Chlors. Dies macht 0,0078 Grm., und es sind also0,10434 — 0,0078 = 0,09654 Grm. Chlor durch den gefärbten Syrup
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