150 Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.
6) 10 CC. Rohlauge mit Essigsäure beinahe gesättigt, dann mit chromsau-rem Kali und Zehent-Silberlösung gemessen, erforderten davon 11,4 CC.
7) 10 CC. Rohlauge mit Salzsäure gesättigt, dazu 13 CC. Normal-chlorbaryumlösung, und dann das Ganze mit kohlensaurem Ammoniakgefällt, filtrirt und ausgewaschen. Der kohlensaure Baryt war gleich12,6 CC. Normalsalpetersäure.
Aus diesen Daten, welche sämmtlich, bis auf die zur Controle die-nende Bestimmung der Summe der Bestandtheile, durch maassanalytischeOperationen enthalten, berechnet sich die Zusammensetzung der Rohlaugein der folgenden Art.
Aus 5) 2 Atome wasserleeres unterschwefligsaures Natron wiegen 158(s. Nachträge I, S. 383). 1 CC. Zehent - Jodlösung ist also
= 0,0158 Grm. unterschwefligsanres Natron. Die in 5) gefun-denen 2,44 CC. sind also = 0,0385 Grm. unterschwefligsauresNatron.
Aus 4) Die 2,44 CC. Zehent-Jodlösung aus 5) von den in 4) gefundenen6,82 CC. abgezogen, lassen 4,38 Jodlösung, als dem Schwefel-natrium entsprechend. Das Atomgewicht des Schwefelnatriumsist 39, also 1 CC. Zehent-Jodlösung = 0,0039 Grm. Schwefel-felnatrium. 4,38 CC. Jodlösung sind also = 0,017 Grm. Schwe-natrium.
Aus 1) Die 4,38 CC. Zehent-Jodlösung aus 4) sind 0,438 CC. Normal.
Diese von 56,2 CC. aus 1) abgezogen, lassen 55,76 CC. Nor-malsalpetersäure als dem kohlensanren Natron entsprechendübrig. Diese mit 0,053 (Nr. 9 der Tafeln) multiplicirt, geben2,955 Grm. kohlensaures Natron.
Aus 6) 11,4 CC. Zehent-Silberlösung sind gleich 0,00585 X= 0,0669 Grm. Kochsalz.
Aus 7) 13 weniger 12,6 lassen 0,4 CC. Normalchlorbaryumlösung alsdem wasserleeren schwefelsaurenNatron entsprechend. 0,4X0,071geben 0,0284 Grm. schwefelsaures Natron.
Wir haben also gefunden:
Kohlensaures Natron . . . 2,955 Grm.
Kochsalz. 0,0669 „
Schwefelsaures Natron . . 0,0284 „
Unterschwefligsaures Natron 0,0385 „
Schwefelnatrium.0,017 „
3,1058 Grm.
Die Eindampfung gab 3,11 Grm.
1 Litre enthält die lOOfache Menge der obigen Zahlen. Berech-net man die Bestandtheile auf Procente der trockenen Salzmasse, sohat man: