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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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Sechster Abschnitt. Angewandter Theil.

Das unterschwefligsaure Ammoniak bestimmt man dadurch, dass mandas Schwefelammonium mit schwefelsaurem Zinkoxyd fällt, dann filtrirt,und im Filtrat mit Stärkelösung und Jodlösung die unterschwellige Säurebestimmt (S. 145). Der Titre der Jodlösung wird auf unterschwefligsau-res Natron mit Stärkelösung genommen.

Gaswasser der Coblenzer Gasfabrik.

1) 20 CC. Gaswasser erforderten:

10.6 CC. Normal-Salpetersäure.

10.7 ,,

Mittel 10,65 CC. = 10,65 -)- 0,017 = 0,18105 Grm. Ammoniak= 0,90525 Proc. freien Ammoniaks.

2) 10 CC. Gaswasser mit Salzsäure versetzt und zur Trockne gebracht,dann gelöst und zu 150 CC. verdünnt; davon 25 CC. abpipettirt, er-forderten mit chromsaurem Kali:

1) 13,5 CC. Zehent-Silberlösung.

2) 13,5

Dies 6mal giebt 81 CC. Zehent-Silberlösung = 0,1377 Grm.= 1,377 Proc. Ammoniak im Ganzen, das Schwefelammonium miteingeschlossen.

3) 20 CC. Gaswasser mit alkalischer Zehent-Zinklösung ausgefällt,bis Nitroprussidnatriumpapier keine Färbung mehr gab, erforderte:

1) 19 CC. Zehent-Bleilösung.

2) 19,3

3) 19,4

Mittel 19,23 CC. Das Atomgewicht des Schwefelammoniums zu34 gesetzt, giebt 19,23 X 0,0034 = 0,065382 Grm. (und 5mal

genommen) = 0,327 Proc. Schwefelammonium.

4) 10 CC. Gaswasser, mit schwefelsaurem Zink gefällt, filtrirt, mitStärkelösung und Zehent-Jodlösung austitrirt, erforderten 3 CC.Zehent-Jodlösung. Da die zehent-unterschwefligsaure Natronlösung24,8 Grm. im Litre enthält, also jeder CC. 0,0096 Grm. unter-schwefliger Säure (s. I, S. 383, Nr. 112), so entsprechen die 3 CC.Jodlösung 0,0288 Grm. = 0,288 Proc. unterschwefliger Säure.