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Lehrbuch der chemisch-analytischen Titrirmethode : nach eigenen Versuchen und systematisch dargestellt / von Dr. Friedrich Mohr
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Fiinfunddreissigstes Kapitel. Zinkerze. "2!F>

(Titre: 0,2 Grm. Eisensalz 11,35 CC. Chamäleon); danach sind die2,5 CC. Chamäleon = 0,044 Grm. Eisensalz = 0,0063 Eisen in 5 Grm.Zink 0,126 Proc.

Der im Porzellantiegel getrocknete Metallschwamm wog 0,107 Grm.= 2,14 Proc. Er wurde in Salpetersäure gelöst, zur Trockne abge-dampft, wo sich eine reichliche Krvstallisation von salpetersaurem Blei-oxyd zeigte. Dieses in warmem destillirten Wasser gelöst gab mit chrom-saurem Kali eine reichliche Fällung von hochgelbem chromsauren Blei-oxyd. Es wurde ausgewaschen, mit Salzsäure versetzt und Eisensalz auseinem tarirten Gefässe hinzugefiigt. Es waren 2,882 Grm. Eisensalzzugegeben worden. Zur Messung des überschüssigen Eisensalzes wurdesoviel Chamäleon verbraucht, dass es nach dem Tagestitre 2,6145 Grm.Eisensalz repräsentirte. Das vom chromsauren Bleioxyd oxydirte Eisen-salz betrug also 2,882 2,6145 = 0,2675 Grm., und dieses mit 0,1761multiplicirt giebt 0,047 Grm. Blei = 0,94 Proc.

Es enthält also dieses Zink beinahe 1 Proc. Blei.

Fünlünddreissigstes Kapitel.

Zinkerze.

1) Galmei.

Das feine Pulver des Galmeis, von dem man 1 bis 2 Grm. abwägt,wird in Salzsäure durch Wärme gelöst und durch Zutröpfeln von Salpe-tersäure das Eisen in Oxyd verwandelt. Man sättigt mit kohlensauremNatron, bis die ersten Flocken Eisenoxyd erscheinen, setzt essigsauresNatron zu, und fällt das Eisenoxyd durch Kochen. Im Filtrate wird dasZink durch Ferridcyankalium (II, S- 124) und unterschwefligsaures Na-tron bestimmt.

Gerösteter Galmei wird in gleicher Art behandelt.

1 Grm. gerösteter Galmei vom Altenberg bei Aachen wurde so be-

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handelt und erforderte 53,2 CC. yy unterschwefligsaures Natron. Diese

dreimal genommen geben 159,6 CC., und diese mit 0,003253 multiplicirtgeben 0,51917 Grm. metallisches Zink = 51,917 Proc. Die Gewichts-analyse gab 52,12 Proc.

Nach Abscheidung des Eisens durch essigsaures Natron kann manauch das Filtrat mit Ammoniak übersättigen und mit Schwefelnatriumund Nitropr'ussidnatrium das Zink bestimmen (II, S. 122).

Das Eisen kann man durch Wiederauflösen des Oxyds in Salzsäureund Behandeln mit Zink und Chamäleon bestimmen.

Ist der Galmei sehr manganhaltig, so löst man ihn in massig Star-