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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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231
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Eisen und Nickel. 231

Aetzen auf Meteoreisen zeigen, möge die beistellende, sehr getreue Abbil-dung dienen (Fig. 3).

Der längliche dunkel gehaltene Körper darin ist Schwefeleisen, diebeiden nebeneinander liegenden schwarzen Punkte sind wahrscheinlichOhromeisenstein. In einer gewissen Richtung zeigt die Fläche im Sonnen-scheine stark glänzende parallele Linien.

Dieses Stück ist von einem 82 Pfund schweren Meteore genommen,welcher in einem Sandsteinbruche bei Obernkirchen (Schaumburg) 15 Fussunter der Oberfläche gefunden wurde und von Wicke und Wöhlerbeschrieben und analysirt worden ist 1 ). Das Stück hatte die Gestaltder nachstehenden Figuren (Fig. 4), welche 1 /g der natürlichen Grössehaben.

Fig 4.

mm

Das specifische Gewicht ist 7,12; die Analyse ergab:

Eisen .... 90,95 Proc.

Nickel .... 8,01

Phosphor . . . 0,64

99,60 Proc.

Reichenbach 2 ) unterscheidet bei denjenigen Eisenmeteoriten, welchebeim Aetzen die Widmanstättenschen Figuren geben, vier Arten vonGemengtheilen, nämlich: Balkeneisen oder Kamazit, Bandeisen oderTänit,Fülleisen oder Plessit, Glanzeisen oder Lamprit. Das Balkeneisen bildetdie durch Aetzung matt werdenden Felder. Das Bandeisen, welchessich nach dem Aetzen durch eine schwach röthlich-gelbe Färbung aus-zeichnet, fasst jene Flächen in Form von sehr dünnen Blättern ein. DasFülleisen, welches stark angegriffen und daher sehr dunkelgrau wird,füllt die zwischen dem Balkcneisen bleibenden drei- oder vierseitigen

*) Nachrichten d. Gott. Universität etc. 1863. Nr. 20. 2 ) Poggend. Annal.1861. Bd. 114. S. 99 u. ff.