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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Die Eisenerze.

4. Die krystallinischen Gesteine der Sudeten.

Die krystallinischen Gesteine der Sudeten, namentlich die krystallini-schen Schiefer, besitzen an vielen Stellen nutzbare Eisenerzlagerstättenvon Bedeutung, aber unter denen, die durch Bergbau ausgebeutet werden,sind nur folgende hervorzuheben.

a. Die Magneteisensteine von Schmiedeberg im Ilirschberger Kreise 1 ).Sie kommen auf 10 bis 12 Lagern wechselnder, aber bis zu 2 Lachtersteigender Mächtigkeit vor; setzen sämmtlich in einer den Granit man-telförmig umgebenden Gneisszone in Verbindung mit Ilornblendeschiefernund Granatgesteinen auf und sind schon seit sehr alten Zeiten Gegenstanddes Bergbaues.

b. Magneteisenerz mit Brauneisenstein im Glimmerschiefer bei Jo-hannisberg und Schreckendorf, Rotheisenstein in denselben Gesteinen beiKeilendorf und Reinerz im Kreise Glatz, und Brauneisenstein an derGrenze des Serpentins in Stöcken bei Köpprich und auf einem Gange imGlimmerschiefer zu Heudorf.

c. Rotheisenstein von Willmannsdorf und Pömbsen bei Jauer, welcherlagerförmig im Thonschiefer auftritt.

5. Eisenerze des Berglandes der Provinz Sachsen.

Die krystallinischen Schiefer und die älteren Sedimentformationendes Harzes und des Thüringer-Waldes sind reich an Gängen von Magnet-,Roth-, Spath- und Brauneisenstein, aber auch hier sind sie wegen gerin-ger Verwerthung in Folge mangelnden Brennmaterials von verhältniss-mässig geringer Bedeutung.

Am Harze führt die silurische Formation bei Dankerode (südlichHarzgerode) Spatheisensteingänge, bei Greiffenliagen und bei Schwenda(Kreis Sangerhausen) Lagerstätten von thonigem Braun- und mulmigemRotheisenstein; die mittlere devonische Formation führt reiche Lager mitRotheisenstein, welcher zum Theil am Ausgehenden in Brauneisensteinumgewandelt ist, am Büchenberge in der Gegend nördlich von Elbingerode 2 ).

Am Thüringer Walde findet sich in den krystallinischen GesteinenMagneteisenerz und Rotheisenstein lagerförmig im Kreise Schleusingenzwischen Schmiedefeld und Vesser, Rotheisenerz gangförmig im Syenitzwischen Schmiedefeld und Stützerbach, Brauneisenerz ebenso im Granitund Porphyr bei Gethles. Der Zechstein des Ziegenrücker Kreises istreich an Lagern von Spath- und Brauneisenstein, welche bei Kamsdorfihre grösste Entwicklung erlangen.

) Vergl. den Aufsatz des Bearbeiters in der deutschen geol. Zeitschr. Bd. XI,S. 399 u. f. 2 ) Vergl. Hannover und Braunschweig.