Oesterreich. 367
eisenstein auf stockwerksartigen Lagern bis zu 4 Klaftern Mächtigkeitauftritt.
Untergeordnete Vorkommnisse von Braun-, Thon- und Spatheisen-stein finden sich in dem eisenreichen Gebirge um Kremsalpe und einigenanderen Orten, wo sie hauptsächlich dem Kohlengebirge angehören.
6. Krain.
Die Eisenerze in Krain sind sehr mannigfaltiger Art, theils Spath-eisensteine, theils Bohnerze, Both-, Thon- und Brauneisensteine.
Die Spatheisensteine kommen in dem nordwestlichen, sich an Kärn-then lehnenden Theile Krains vor und zwar bei Sava in Linsen, welche ineinem der Steinkohlenformation angehörigen schwarzen Schiefer liegenund bis zu 8 Klaftern Mächtigkeit erreichen und ebenso, aber unter un-günstigeren Verhältnissen, bei Jauerburg.
Bohnerze werden bei Feistritz in der Wochein in sehr unregelmässi-gen Bauen auf einem Hochplateau von Kalkstein gewonnen. Sie liegenunter einer 60 bis 90 Fuss mächtigen Decke von unregelmässigem Kalk-schutt in Körnern und Kugeln mit Kalksteintrümmern und Lehm zu-sammen. Dies Gemenge heisst Lavora und findet sich theils auf demKalkstein, theils in den sich in denselben hineinziehenden Spalten undKlüften. Das Erz besteht vorherrschend aus Braun-, seltener aus Roth-eisenstein.
In Unterkrain finden sich Eisensteine in den Diluviallehmen regelloseingebettet, besonders bei Neustadtl, Möttling und Tschernembl, welchemeist aus Eisenoxydhydrat, seltener nur aus Eisenoxyd bestehen.
Rotheisensteine, meist sehr quarzreicher Beschaffenheit, führen dieWerfner-Schichten bei Resniribb, Ilrasten, Pillichberg, Auersberg undGross-Laschitz.
7. Böhmen.
Die Eisenerzvorkommnisse in Böhmen sind sehr zahlreich. Siesehliessen sich theils in den vier Grenzgebirgen des Landes und derenGebirgsformationen den bereits beschriebenen von Preussen (in den Su-deten), von Sachsen (im Erzgebirge), von Bayern (im Fichtelgebirge, imbayerischen und böhmischen Walde) und von Oesterreich und den noch zubeschreibenden von Mähren an, theils sind sie der das innere Böhmen er-füllenden silurischen Formation eigenthümlich.
Im Riesengebirge treten z. B. Eisenerze in Gängen bei Grossaupaauf, welche den krystallinischen Schiefern angehören.
An das Erzgebirge und Fichtelgebirge sehliessen sich hauptsächlichdie Lagerstätten des Egerer Kreises an, worin bei Neudeck, Joachims-thal, Hochofen und Bäringen Magnet- und Rotheisensteine in Verbindungmit Amphibolgesteinen auftreten, während bei Irrgang Rotheisenerze inQuarz und Hornsteingängen im Bereiche des Granites und krystallinischen