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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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368
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Die Eisenerze.

Schiefers auftretcn, die die Fortsetzung jenes wichtigen Rotheisenstein-gangzuges in Sachsen (Schwarzenberg etc.) bilden.

Weit wichtiger als diese Vorkommnisse Bind indessen die des innerenBöhmens. In der silurischen Grauwacke führt die mittlere, von Diabas,Schal- und Mandelsteinbildungen begleitete Partie die meisten Eisenerze.Sie wird mit dem Namen Komorauer Schichten belegt. Hierin treten beiOuwal (unfern Prag) Magneteisensteine mit dichtem Rotheisenstein ineinem 20 bis 30 Fuss mächtigen Lager auf; am Skalkaberge finden sichRogeneisensteine (linsenförmige Rotheisensteine) in einem I.ager von 4bis 4>/ ä Klaftern, welches von einem hängenderen 3 bis 5 Fuss mächtigenBrauneisenstein führenden Lager begleitet wird. Ein ganz ähnlichesVorkommen zweier Roth-, beziehungsweise Brauneisenstein führenderLager findet sich am Studenyberge, während bei Komorsko das liegendere(Haupt-) Lager auch Spatheisenstein und Brauneisenstein neben dem Roth-eisenstein führt. An der Westseite des Beckens, westlich von Komorauund Cerhovice, treten die Komorauer Schichten an zahlreichen Punktenzu Tage und ihre Eisensteinlager werden vielfach abgebaut. Ueberall istdas Ilaupterz ein linsenförmiger Rotheisenstein.

Von sehr grosser Bedeutung ist die Erzablagerung im Süden desUnhoschter Bezirkes, wo die Erze als Brauneisensteine (Nucicer genannt)auftreten. Hier sind drei Lager aufgeschlossen, zwischen welchen Schiefermit Mandelstein eingeschlossen sind. Das erste Lager hat 8 bis 11 KlafterMächtigkeit; das zweite 3 Klafter; das dritte 5 bis 6 Fuss; das letzteführt leicht-flüssigen mit Glaskopf gemengten Brauneisenstein.

Die Steinkohlenformation Böhmens enthält an mehreren Stellen Thon-eisensteine (Sphärosiderite) und ebenso die braunkohlenführende Tertiär-formation im Nordwesten des Landes.

8. Mähren und Schlesien.

Die mährischen Erzvorkommnisse schliessen sich an die drei dieProvinz begrenzenden oder sich in dieselbe hineinziehenden Gebirge an,nämlich

1) Die Ausläufer der Karpathen, welche in ihren Sandsteinen Sphä-rosiderite und Thoneisensteine in 2- bis 6zölligen Lagern führen.

2) Die Verzweigungen der mährisch - schlesischen Sudeten, welchevorzüglich in einem Magneteisenstein und daneben Eisenglanz und Braun-eisenstein führenden Lagerzuge im Ursehiefer von Klein - Mohrau überBräundelstein nach Deutsch - Eisenberg, und in einem zweiten der Grau-wackenformation angehörigen Magneteisenstein führendem Gangzuge zwi-schen Kriesdorf und Sternberg Erze liefern.

3) Die südöstlichen Fortsetzungen des böhmisch-mährischen Grenz-gebirges, wo in zum Theil zersetzten krystallinischen Schiefern Braun-eisenstein, besonders bei Wrischt und Neustadtl, auftreten.

Auch die Pläner- und Quadersandsteinformation führt Eisenerze und