461
Nasse
Probe.
I.
ii.
Grains. 1 )
Grains.
Erz.
Erz.
Schieferthon
. . 250
G las.
Kalk ....
Kalk.
. . 300
Anthracitpulver
. . 120
Anthracitpulver
. . 120
Eisenkönig . .
. . 348
Eisenkönig . .
. . 345
Also Eisen . .
• . 69V 2 Proc.
und
«9 V
l ) 1 Grm. —
. 15 Grains.
Der Bruch des Roheisens war lichtgrau.
In allen Fällen, wo man Möllerungsproben vornehmen will, darf mannicht ungefütterte Tiegel anwenden, weil deren mit in die Schlacke ge-hende Bestandtheile sonst die Beurtlieilung der gewählten Zuschlägebeeinträchtigen.
2. Der nasse Weg.
Obwohl mannigfache Methoden für die Bestimmung des Eisens aufnassem Wege angegeben worden sind, haben sich docli nur drei in diePraxis Eingang zu verschaffen gewusst , weil sie hinreichende Genauig-keit mit Einfachheit verbinden. Jede der drei Methoden hat ihre Vor-züge und ihre Nachtheile, auf die in dem Folgenden besonders aufmerk-sam gemacht werden soll, um danach die Auswahl der einen oder deranderen zu erleichtern.
Im Allgemeinen ergiebt ein Vergleich zwischen sämmtlichen Pro-ben auf nassem Wege mit denen auf trocknem, dass erstere den wahrenEisengehalt liefern, daher genauere Resultate als letztere geben, daweder Kohlenstoff noch Silicium und andere Stoffe die gefundene Eisen-menge vergrössern, dass sie dagegen keinen Vergleich hinsichtlich derfür die Praxis zu wählenden Beschickung u. s. w. gestatten. Uebrigens istauch nicht ausser Acht zu lassen, dass man zur Anwendung des nassenWeges stets Lösungen nöthig hat, dass aber bei vielen Eisensteinen eineeinfache Lösung in Säuren ohne einen vorhergegangenen Aufschlussdurch Schmelzung nicht alles Eisen auszieht, wie die Analyse der un-löslichen Rückstände in den Tabellen englischer Eisenerze hinreichenddarthut, dass daher in solchen Fällen die Resultate zu niedrig ausfallen.
A. Maassanalytische Methoden.
Zwei der genannten Methoden auf nassem Wege gründen sich aufMaassanalyse, es wird für die Bestimmung des Eisens in dem einen Falleeine titrirte Lösung von doppelt-chromsaurem Kali, in dem an-deren eine von übermangansaurem Kali (Chamäleon) angewendet.Beide haben folgende Manipulationen gemein :
1) Lösung des Erzes in Salzsäure oder verdünnter Schwefelsäure.
2) Reduction vorhandenen oder bei der Lösung erzeugten Eisen-oxyds zu Oxydul.