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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Catalonische Luppenfrischarbeit.

hammer, d. h. ein Hammer, dessen Drelipunkt (/) am Helm ( stale ) dzwischen dem Hammerkopf (heaä !) h und dem Angriffspunkt am Ende

Fig. 34.

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des Helms (dem Schwanz, tail) g liegt, welcher also ein zweiarmigerHebel ist. An der Wasserradwelle (et) sind vier Däumlinge oder Frösche(cams) cc befestigt, welche den Schwanz herabdrücken und dadurch denHammerkopf heben. Der Hammerhelm (dd), welcher gewöhnlich ausBuchenholz besteht und mit Eisenbändern verstärkt ist, hat 4,30 MeterLänge, die Hubhöhe des Hammerkopfes beträgt 0,35 bis 0,47 Meter undwird durch ein am Schwänze befestigtes Stück Buchenholz von grössereroder geringerer Dicke ( g ), welches die Stösse der Frösche aufnimmt, nor-mirt. Die Zapfen (pivots) des Hammers (/) laufen in Lagern von Schmied-oder Gusseisen (_B), welche in starke eichene Blöcke (s) eingelassen sind.Letztere sind in dem gleichfalls eichenen Hammergerüst iqrh durchKeile (v und w) befestigt. Der in die Hüttensohle unterhalb des Schwan-zes eingelassene, mit einer Eisenplatte ( y ) bedeckte Stein (x) dient alsPrellstoek, zur Beschleunigung des Herabfallens, und bewirkt, dass man100 bis 125 Schläge in der Minute geben kann.

Der Ambpss (e) besteht aus Eisen, welches mittelst einer vorsprin-genden Feder ( projeclmg piece, tenon ) in einem schweren gusseisernenBlock (u) befestigt ist. Letzterer ruht auf dem Steinblock p.

Arbeiter. Zu einem catalonischen Feuer gehören acht Frischer (for-gemen, engl., forgeurs, fr.). Die Arbeiten vertheilen sich folgendermaassen:Ein Obermeister (foreman, engl., foyer, fr.) steht an der Spitze, baut dasFeuer, beaufsichtigt das Gebläse und schmiedet nebenbei zumTheil das Eisenzu Stäben aus. Ihm steht ein Gehülfe zur Seite. Ein Hammerschmied

Perey, Metallurgie. II. 34