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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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Schmiedbares Eisen aus Erz.

(hammerman, engl., maille, fr.) hat die mechanischen Vorrichtungen (Wasser-rad, Hammer, Gezähe) in Ordnung zu halten und das Zangen ( shingling ) derLuppe zu leiten, und mit dem Obermeister das Eisen zu Stäben zu schmieden.Zwei Frischer (smelters, engl., escolas, fr.) leiten abwechselnd je eine Chargedes Luppenfrischprocesses, jeder unterstützt von einem Gehülfen. Ausser-dem sind noch zwei Leute für den kaufmännischen Theil des Betriebs(pusinessmen ) vorhanden, deren einer ( keeper) die Materialien- und Pro-ductenverwaltung führt, während der andere ( manager ) die mercantilenArbeiten des Geschäftes leitet.

Ausführung des Processes. Eine abgewogene Charge von 12Quin-tals oder 487 Kilogramm, d. h. 974 Pfund Erz wird unter dem Hammerzu mehr oder weniger grobem Pulver und Stücken von nicht über 0,05bis 0,06 Meter Durchmesser zerkleinert und dann durch Sieben in Stücke(Jumps, engl., mine, fr.) und Erzklein ( powder , engl., greillade, fr.), welchesletztere eine grössere Menge erdiger Beimengungen enthält, getrennt.Die Zwischenräume des Siebes haben 0,01 Meter Weite. Das Erzkleinwird stark mit Wasser angefeuchtet zur Rechten des Feuers in passen-der Entfernung aufgehäuft. Bei gutem Brauneisenstein kann das Erz-klein wohl bis zur Hälfte des gesammten Rohmaterials steigen '). Ausdem Feuer, welches noch von der vorigen Charge so heiss ist, dass dieZacken zum grossen Theil rothglühend sind, werden die darin befind-lichen glühenden Kohlen und Rückstände zuvörderst herausgeschafft, d. h.dasFeuer wird gereinigt ( cleaned, engl., nettoye, fr.). Hierauf wird es mit fri-scher Holzkohle, welche durch ein schaufelähnliches Instrument zusammen-gestossen(pacI;cc?, engl.,lasse, fr.) wird,bis zur Formhöhe (a b in Fi g. 3 5) gefüllt.Hierauf theilt man das Feuer vermittelst einer langen und breiten Schau-fel in zwei Theile, in der Weise, dass beide durch eine den Formzackenparallele Ebene begrenzt werden und der nach diesen Zacken zu gelegeneetwa 2 /a des ganzen Heerdraumes umfasst. In diesen Theil (also linksder Schaufel) werden noch mehr Holzkohlen geworfen und zusammen-gestossen, wogegen auf der Gichtzackenseite nur noch wenige Kohlennachgeworfen werden und dann der ganze Inhalt dieses Theils mit einemflachen Werkzeug stark zusammengepresst wird. Auf dieses feste Bettvon Holzkohle kommt nun eine Lage Erz. Eine neue Kohlenschichtwird links von der eingesteckten Schaufel nach der Formseite zu, einezweite Erzschicht rechts nach der Gichtseite zu aufgepackt und ebensoeine dritte Kohlen- und Erzschicht, worauf die Schaufel geschickt paral-lel dem etwas nach aussen geneigten Gichtzacken herausgezogen wirdund nun zwei Mauern von Kohle (M, Fig. 35) und Erz ( R ) gegen ein-ander stossend Zurückbleiben. Der obere Theil der Erzmauer hat inFolge dessen zwei Böschungen, deren eine nach der Formseite zu gele-gene (df) mit angefeuchteter Kohlenlösche bedeckt wird, während die

*) Francois, p. 271.