Buch 
[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde I] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
Entstehung
Seite
554
JPEG-Download
 

554

Schmiedbares Eisen ans Erz.

ist aussen durch eine Mauer von grossen Erzstücken gestützt. Alsdann legt

Fig. 38.

T~~T

t r

71

H

k

man innerhalb dieses Heerdes, wiedies aus Fig. 40 besonders deutlichersichtlich ist, eine Schicht von etwa0,16 Meter langen und 0,05 Meterstarken Holzkohlenstücken, als vonder Form ausgehende Strahlen, ringsum dieselbe; der leere Raum, wel-cher nun noch ausserhalb diesesHolzkohlenringes bleibt, ist durchzwei verticale Holzkohlenwände indrei Theile (0, D und JE) getheilt,von denen der der Form gegenüber-liegende (JD) der grösste ist. Diedrei Abtheilungen werden nun miteiner Mischung von zerschlagenenErzstücken und Erzklein gefüllt, bissie das Niveau der Holzkohlenwandund der Erzmauer erreicht haben,wobei in der Hälfte der Höhe eineLage Holzkohle eingeschichtet wird(Fig. 39). Der innerhalb der Holz-kohlenwand befindliche Raum aberbleibt ganz leer. Schliesslich wirdAlles (bei einer Höhe von 0,74 Meterüber der Sohle des Löscheheerdes)mit Kohlenlösche bedeckt. Das Ge-wicht der so angehäuften Erzchargebeträgt jedesmal 526 Kilogrm. oder1052 Pfund. Der Process wird nunfolgendermaassen geleitet:

Einige Stücke glühender Holz-kohle werden in den leeren Raumvor der Form geworfen und mitkalter Holzkohle bedeckt, woraufdas Gebläse schwach angelassen wird.Die Flamme, welche bald erscheint,hört nach etwa 40 Minuten wiederauf, worauf, wie der Arbeiter sagt, das Erz halb gebraten (half coöked,engl.; ä moitie cuit, franz.) ist. Nun wird das Gebläse verstärkt und derinnere Schacht beständig voll Holzkohle gehalten. Ist das sogenannteRösten, d. h. die Reduction des Erzes beinahe vollendet, so werdenmehrere vorräthige Schlackenkuchen (caTces of slag, engl.; scories douces,franz.) unter dem Hammer zerkleint und als eine 0,02 Meter starkeLage längs des Ileerdrandes ausgebreitet.

Fig. 39.

Fig. 40.