Chenot’s Methode.
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Hufnägeln und gah gern dafür höhere Preise als für gepuddeltesEisen, obschon es, wie Sandberg bemerkt, nicht so gleichartig war, wieletzteres. Das Eisen ist ausserordentlich weich und zähe und zeigt einesehnige Structur. Einen körnigen Bruch konnte man nur hin und wiederbeobachten. Bei Rothgluth verhielt es sich ausserordentlich weich undliess sich leicht bearbeiten, war frei von Kantenrissen, auch wenn es ohnegrosse Sorgfalt geschmiedet wurde.
Sandberg giebt für die Productionskosten nach beiden Modifica-tionen der Chenot’sehen Methode nach den Angaben, welche ihm aufden 1862 besuchten Werken gemacht wurden, die folgenden Ziffern.
Bei äusserer oder indirecter Erhitzung. — Zu Baracaldomachte man im Jahre 1862 etwa 40,000 Centner, und 1 Centner fertigenStabeisens erforderte:
1,15 Ctr. Luppen oder Nr.-l-Eisen,
1,60 „ Eisenschwamm,
2,56 „ staubfreies Erz,
3,00 „ gefördertes Erz von der oben mitgetheilten Zusammensetzung.
Ferner an Brennmaterial:
1,00 Ctr. Steinkohle beim letzten Schweissen,
0,86 „ staubfreie Holzkohle im Holzkohlenheerd,
0,64 „ Holzkohlenpulver im Reductionsofen für 1,15 Ctr. Luppen,
1.75 „ Steinkohlen zur Erhitzung des Reductionsofens für 1,60 Ctr.
Schwamm.
Gesammtverbrauch an Holzkohle .... 1,50 Ctr.
„ „ Steinkohle . - . 2,75 „
Bei innerer oder directerErhitzung.— ZuLaramade erzeugteman jährlich (nach den Resultaten vom März 1863) 12,000 Ctr. undbrauchte für 1 Ctr. Handelseisen:
1,10 Ctr. Luppen oder Nr.-l-Eisen,
2,20 „ Eisenschwamm,
3,19 „ staubfreies Erz,
3.75 „ Fördererz, welches nicht so reich als das von Baracaldo ist.
Ferner an Brennmaterial:
1,00 Ctr. Steinkohle zur letzten Sehweissung,
0,88 „ Holzkohle im Holzkohlenheerd für 1,10 Ctr. Luppen,
0,99 „ Holzkohle im Reductionsofen für 2,20 Ctr. Eisenschwamm.
Zusammen 1,87 Ctr. staubfreie Holzkohle und 1 Ctr. Steinkohle.
Dagegen ist der Verbrauch der Eisenerzeugung aus Roheisen aneinzelnen Orten Schwedens, wo man sehr sorgfältig arbeitet, für 1 Ctr.Stabeisen:
1,25 Ctr. Roheisen,
2,50 „ Erz mit 50 Proc. Eisen.
An Brennmaterial:
1,66 Ctr. Holzkohle zum Frischen und Schweissen,
1,00 „ Holzkohle zur Erzeugung von 1,25 Ctr. Roheisen in Hohofeu.
Zusammen 2,66 Ctr. Holzkohle.