Die Vorbereitung der Erze.
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Röstung von Kohleneisenstein.
Der Kohleneisenstein enthält gewöhnlich so viel beigemengte Kohlena ud Bitumen (10% und mehr) 1 ), dass er zur Röstung keines weiterenBrennmaterials bedarf, sondern in Haufen gestürzt und angezündet vons elbst weiter brennt, bis die an Eisenoxydul gebundene Kohlensäure aus-getrieben ist.
Die Höhe der Haufen, welche man behuf der Röstung aufschüt-frt, ist von der Temperatur abhängig, welche entwickelt werden soll undkann. Je leichter schmelzbar der Eisenstein, und je grösser der Kohlen-gehalt desselben ist, um so geringer muss die Höhe sein. So giebt manden Haufen zur Röstung der Kohleneisensteine bei HasslinghauserHütte eine Höhe von nur 1 Meter (3 Fuss) 2 ) , auf anderen westphäli-schen Werken und in Schottland dagegen 3 bis 5 Meter (9% bis 16 Fuss)Höhe 3 ).
Die Breite der Haufen ist insofern von der Höhe abhängig, alsihr Minimum im Allgemeinen gleich der doppelten Höhe sein muss, dader natürliche Böschungswinkel der lose aufgestürzten Erze etwa 45® be-fragt, Das Maximum der Breite ist von der Grösse der Erzstücke abhängig.Je grösser diese sind, je grösser mithin ihre Zwischenräume, um so leich-ter dringt das Feuer in das Innere des Haufens und um so grösser kanndie Breite sein. In Westphalen erhalten die Kohleneisensteinhaufenüieist eine Breite von 6 bis 9 Meter (19 bis 28% Fuss); in Schottlandt0 bis 11 Meter (32 bis 35 Fuss).
Die Länge der Haufen ist von dem Quantum des gleichzeitig zuröstenden Eisensteins abhängig und im Allgemeinen nur durch den zuGebote stehenden Raum und die Transportverhältnisse (Abfuhrwege,e benes Terrain u. s. w.), welche durch möglichste Concentration des Be-triebes begünstigt werden, bedingt; 40 bis 60 Meter (127 bis 191 Fuss)Länge ist das Gewöhnliche.
Form der Haufen. Im Allgemeinen giebt man den Haufen dieHorm abgestumpfter Pyramiden mit oblonger Grundfläche, zuweilen sol-°her mit quadratischer Grundfläche, selten macht man sie abgestumpftkegelförmig oder paraboloidisch mit kreisförmiger Grundfläche, und nenntdann Meiler.
Anzünden und Wartung der Haufen. Die Art der Zündung undWartung eines Kohleneisensteinrösthaufens hängt wesentlich davon ab,°t> man den ganzen Haufen mit einem Male, oder die einzelnen Theile
0 Abthl. I, S. 277. — 2 ) Zeitschrift deutscher Ingenieure 1851, S. 296. —
3 ) Zeitschr. deutscher Ingenieure II, S. 90.