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[Ausführliches Handbuch der Eisenhüttenkunde II] / von John Percy ; bearbeitet von Dr. Hermann Wedding
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464 Der HochofenprocesS.

zieht alle 16 bis 24 Stunden und röstet täglich 6700 Kilogrm. (134 Ctr-)Erz, welche circa 5600 Kilogrm. (112 Ctr.) Röstgut liefern. Das gezogen® iErz wird stark bewässert und dann in 0,63 Meter (2 Fuss) hohen Haufenweiter ausgelaugt J ).

Zu demselben Zwecke werden in der Gollrath die Oefen, welch®Seite 450 (Fig. 266) beschrieben und gleichfalls von Wagner construirtsind, benutzt.

Betrieb von Oefen mit Kegel- und Sattelrost. Die Oefen fflh'Kggel- und Sattelrost werden verhältnissmässig selten angewendet. E slassen sich daher auch nur wenig Beispiele für deren Betrieb anführeB-

Zu Neudeck in Böhmen * 2 ) ist ein mit Kegelrost (Fig. 264 S. 448)versehener Ofen von 4,71 Meter (15 Fuss) Höhe und 2,04 Meter (6%Fuss) oberem, 1,25 Meter (4 Fuss) unterem Durchmesser zum Rösten aP'gewendet worden. Dieser Ofen hatte intermittirenden Betrieb. Mo 0brachte zuerst Holzkohlenklein in den Schacht, wodurch der Rost b lS0,316 Meter (1 Fuss) hoch über seine Spitze bedeckt wurde, und dan Deine Schicht von 7,04 Cubikmetern (225 Cubikfuss) Erz, eine Schicht voP0,768 Cubikmetern (24,5 Cubikfuss) Kohlenlösche, endlich noch eine Schiel^von 6,40 Cubikmetern (204Cubikfuss) Erz und eine von 0,640 CubikmeterP(20,4 Cubikfuss) Kohlenlösche. Nach 48 Stunden war die Röstung beeP'det und der Ofen wurde ganz ausgeleert.

Zu Mägdesprung im Harz 8 ) wurde ein Ofen mit Sattelrost zuP 1Rösten der Spath- und Thoneisensteine benutzt, welcher 5,573 Mete 1(17 3 /4 Fuss) Höhe, ungefähr 1,256 Meter (4 Fuss) untere und obere Weif®hatte und in der Mitte bis zu 3,138 Meter (10 Fuss) Dtr. ausgebaucldwar. Es wurden dort in 24 Stunden 3,875 Cubikmeter (125 Cubikfuss)Sphärosiderit mit 0,598 Cubikmetern (19,3 Cubikfuss) harten Quandelkob'len, oder 3,348 Cubikmeter (108 Cubikfuss) Spatheisenstein mit 0,48?Cubikmetern (15,7 Cubikfuss) Kohlen durchgeröstet, 1 Cubikmeter Er zalso mit 0,146 Cubikmetern, oder lOOCubikf. Erz mit 14,5 Cubikf. Kohl®-

2. Flammen- und Gas-Schachtröstöfen.

Die Schachtöfen, bei denen kein festes Brennmaterial zwischen da®Erz geschichtet, sondern Flammenfeuerung zum Rösten benutzt wird*sind von zweierlei Art. Entweder wird festes oder gasförmiges BrenP'material seitlich vom Ofen oder unterhalb seiner Sohle, jedenfalls aberausserhalb des Röstraumes verbrannt und nur die Flamme in das ErZgeleitet; oder aber es werden Gase, welche man selten aus Generatorenerzeugt, sondern gewöhnlich dem Hochofen entnimmt, erst im RöstofePselbst verbrannt. Hiernach unterscheidet man:

0 In anderen Oefen derselben Art, welche 22500 Kil. (450 Ctr.) Erz fasset*;giebt man auf je 2500 bis 3000 Kil. (50 bis 60 Ctr.), 0,773 bis 0,927 Cubikmeter(25 bis 30 Cubikf.) Kohlenlösche auf und gewinnt bei 4- bis Gmaligem Ziehen in 24 Stun-den 3500 bis 5000 Kil. (70 bis 100 Ctr.) Rüstgut. Ein solcher Ofen kostet 866% G s;i33V 3 Thlr. (1300 bis 1400 Gulden). Berg- u. hiittenm. Zeitg. 1870. Nro. 7.

2 ) Vgl. Scheerer, Metall. II, S. 74. 8 ) Kerl, Hiittenk. I, S. 402 u. TU, S. 12 7 '