Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Phaeton noch unter seinem Hauptschlüssel ständen, dachte ich,ich müßte mich doch auch zeigen. Ich fing also damit an,meinem Schulfreunde Ovid die Trauergeschichte des jungenWaghalses, der unserm heutigen Fuhrwerke den Namen ge-geben, sehr gelehrt nachzuerzählen, und so kam ich denn ganz fc.

natürlich, wie du selbst siehst, auf den Hauptknvten. — „Ich |

bin zwar nicht furchtsam," sagte ich, „doch muß ich gestehen, ,daß ich mich sehr ungern von Jemanden fahren lasse, dessenBeruf es nicht ist. Es bleibt immer, zumal bei schlechtemWege, ein Wagstück." — „Das läßt Sie Gott reden," ver-setzte der Thüringer und klopfte mich aus die Achsel. „Wasdeines Amts nicht ist, sagt das Sprichwort, laß deinen Vor-witz. Wer denkt, daß ich Gefallen an so einer Fahrereihabe, betrügt sich. Es geht einem ehrlichen Kutscher, derdas Seinige gelernt hat, bitter ein, wenn er von hintenher zusehen soll, wie vorn Alles Kreuz und Queer geht.

Die Regierungskunst — in dem Sinne, wie ichs nehme —fliegt Niemanden an, er mag so vornehm seyn als er will.

Er muß sie aus dem Fundamente gelernt, muß den Blickfrei, Ehre im Leibe, Augen im Kopfe haben, und ein hand-fester Kerl seyn. Ich sage immer: Der Stein weicht nichtaus, du mußt ihm ausweichen, und wer sich in die Gefahrbegiebt, der kommt darin um. Mit meinem gnädigen Herrnwagt man zwar weniger als mit andern seines Gleichen. Erversteht sich so ziemlich auf Pferde, und, sehen Sie, ichspanne ihm keins vor, das nicht auf den Wink gehorcht,