Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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sondern der Vollständigkeit der Sammlnng wegen, in der eseine Lücke ausfüllen soll? Nur ein Deutscher kann auf denEinfall kommen, Liuiiottiöoam Donquichodaiiam anzulegen,und mit der mühseligsten und kostbarsten Beharrlichkeit dieBücher, die der Autor des Romans dem Museo seines Rit-ters andichtete, wirklich in ein Kabinet zu vereinigen.* Nurdie Festigkeit, Geduld und Zeit eines Deutschen konnte hin-reichen, den umfassenden Plan auszuführen, nicht allein eingrundgelehrtes, neun Bände starkes Werk eigenhändig zuschreiben, und ihm zu Gefallen eine eigene Druckerei in sei-nem Hause zu errichten, sondern, um es sogleich zu dem sel-tensten aller Bücher und Druckschriften zu erheben, der Zeitdurch den listigen Ausweg zuvorzukommen, daß er nur eineinziges Cremplar davon abziehen ließ. ** Ich will zwar nichtleugnen, daß dieser schöne heimische Aufbewahrungs- undErhaltungstrieb, wenn er nicht auf ein festes Gehirn trifft,leicht in die fire Idee eines Wahnsinnigen ausarten kann;aber genug, er mag sich zeigen wie er will, daß er da ist,das Herz seines Besitzers füllt und erwärmt, und ihn, wie

Nach einem Auszug aus Dernoulli's Reisen im Jahr 1777, isierTheil, S- 78. Endlich sind in dieser Bibliothek (des Generals von Borkezu Stargard) eine Menge Bücher, die nur ihrer Seltenheit wegen merk-würdig sind u. s. w., als znm Beispiel die Bibliothek des Don Qui-rote, nämlich alle Romane, welche nach der allgemein bekannten Ge-schichte dieses irrenden Ritters den Dnchervorrath desselben ausmachten-

** Calendarium Romano-Germanicum medii aevi. etc. Adornavit AntonUlric ab F.ralh — Exemptai* unicum, partim prelo subjectum, partim li-béra manu successive impressum etc. in IX. Tomos. Dillenburgi 1761.