Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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die Tugend, auf allen seinen Wegen begleitet. Kein Städt-chen ist so klein, das nicht mehr als einen Spießbürger ein-schließt, der mit dem Scharfblick einer Spinne auf Beutelauert, die in das Gewebe seiner Liebhaberei taugt; und duwirst selten ein Putzzimmer wohlhabender Handwerker ohneeinen Glas- und Raritatenschrank antreffen, auf dem Platze,wo in andern Ländern ein Schlafstuhl oder sonst ein brauch-bares Möbel steht. Wer an Münz-, Muschel- und Stein-kabineten keine Freude findet, setzt an ihre Stelle Samm-lungen von Pfeifenkvpfen, Siegeln, Visitenbillets, oder Re-liquien. Ich will keiner — sie mag bestehen aus was sie

will — ihren Nutzen absprechen; aber du kennst die meinige,

Eduard, und ich frage dich auf dein Gewissen, ob es wohl

viele gibt, die ihr an Merkwürdigkeit gleich kommen? Jedes

einzelne Stück derselben ist ein Exemplar umcmn, ein Aui,o-grapiuun , und um so viel mehr der Ausbewahrung werth,weil es oft die opéra omnia eines berühmten Mannes, oderdoch eine momentane Empfindung desselben,, authentisch unddiplomatisch darlegt, und zuweilen selbst wichtige historischeZweifel auflöst. Daß mir eine solche Kollektion am Herzenliegt, ist mir wohl nicht zu verdenken.

Als ich in Berlin zum Thore herausfuhr, schwebte mir,Gott weiß, kein anderes Bild lebhafter vor der Seele alssie, und von allen den seltenen Gegenständen, mit denenich hoffte, auf meiner Reise bekannt zu werden, waren esdie beschriebenen Fensterscheiben, die mir am meisten