Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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in die Augen blinkten. Auch du, mein guter Eduard —um es nur ehrlich zu bekennen — würdest nicht so leichtesSpiel gehabt haben, mich aus meiner hypochondrischen Lagezu bringen, wenn nicht insgeheim meine Liebhaberei deineberedten Vorstellungen unterstützt hätte. So wenig ein jun-ger Botanist ohne die Ahnung, unbekannte Pflanzen mitnach Hause zu bringen, sich in Wildnisse wagen würde, dieoft kein menschlicher Fuß noch betreten hat, so wenig würdeauch ich, ohne die höchste Wahrscheinlichkeit, meine Samm-lung sehr ansehnlich zu bereichern, von der Stelle gewichenseyn. Jetzt kann ich's sagen, da meine heimlichen Wünscheüber alle Erwartung erfüllt sind.

Um nur bei meinem heutigen glücklichen Funde stehen zubleiben, so war ich noch keine zwei Minuten allein in derStube, als meine spionirenden Blicke ihren Gang, und dieUrkunden der Fensterscheiben in Untersuchung nahmen. Ichmußte erst eine Menge unbedeutender Marimen, elenderoder schmutziger und mit einem Demant in das Glas ein-gegrabener Verse durchlaufen, ehe ich in dem wehmüthigenEheu fugaces, Postume, Postume des Horaz auf Worte traf,die mich fest hielten. Was mir aber die Scheibe erst liebund meiner Sammlung würdig machte, war die Unterschrift.Sie erregte alle meine Empfänglichkeit, zauberte mich in ver-gangene glückliche Zeiten, und in den Zirkel meiner würdig-sten Freunde. „Johann George Sulzer," stand darunter,„Toulon den 31. Oktober 1775." — Meine Augen feuchteten