Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Schachte der dort seit Jahrhunderten verhaltenen Klages- ^

stimmen zu Tage fördern! Welches Licht wird nicht mein ^

glänzendes Museum über jene politischen Tvdesgewölbe ver- ^

breiten! Nicht nur die armen Eingesperrten werden durch ^

Wegräumung der alten verblichenen Glasscherben Heller sehen, „

sondern auch unsre blinden Geschichtschreiber, die über den j

Seelenzustand eines Staatsverbrechers, über seine Empfin- ^

düngen in der Einsamkeit des Gefängnisses, selten so viel ^

zu sagen wissen, als solch eine Fensterscheibe. Wäre es in der -

Mitternachtsstunde, die mir über den Hals gekommen ist, ^

ich weiß nicht wie, für den Spaß nicht zu spät, einen Cata- ^

logue raissonné von diesen biographischen Bruchstücken zufertigen, deren jedes sein eigenes Blatt verdient, so würdest „du in den freien, bittern und großen Gedanken, mit welchenhier ein Montmorency, ein Retz, Richelieu, Fouquet und h

Voltaire ihren gepreßten Herzen Luft schafften, schon er- {|

staunenswürdige Belege meiner Angabe finden. Und dochfind selbst diese Denkmäler der Vorzeit für nichts in Ver- „

gleich mit einer fast unglaublichen Urkunde zu achten, die in „

einer, wenn ich nicht irre, aus den Menechmen des Plautusgenommenen Zeile das größte Geheimniß der vergangenen s,

Zelt enthüllt, mit der Unterschrift, statt des Namens Và,s ^

tyrauni. Diese zwei mystischen Worte, dieser schlau gewählte L

Spruch des Dichters, zusammen gehalten mit der unbefangenen h

Aussage des Glasers, der diesen höchst merkwürdigen histori- st

schen Splitter aus dem Fenster eines seit hundert Jahren