29
leer gelassenen Gefängnisses, in das ihm ein Schloßenwetterverhalf, genommen hat, verwandeln meine erstaunende Ver-muthung in eine Gewißheit, vor der jeder Geschichtsforscherseine Knie beugen sollte. Sie zeigen unwidersprechlich, daßsie nur von einem verheimlichten Menschen, verstoßenenBruder, vernichteten Fürsten, und von keinem andern alsder Masque de fer herrühren können, und vermuthlich aufder Oberfläche der Erde der einzige Nachlaß dieses unbekanntenGefangenen sind. Was für Feste erwarten dich, Eduard, wennich diese Schätze einmal vor deinen Augen auspacken, wennich künftig bei jeder ankommenden Pariser Post deinen Bei-stand anrufen werde, die eingelaufenen Dokumente zu ordnenund zu schichten! Wie mag sich nicht schon ihr Ertrag währendmeiner Reise angehäuft haben, den meine, Gott gebe, glück-liche Aurückkunft sogleich flott machen wird! denn das wardie letzte Verabredung mit meinem Minister. Seitdem istkein Tag vergangen, wo ich nicht die Masse meines zuneh-menden Reichthums mit kindischer Freude berechnet, michnach dem Stapelorte, wo er anlanden wird, zurückgesehnt,und vor den schönen Mahagvnischrank hingeträumt hätte, derihn aufnehmen soll. — Allerliebst! Da verplaudere ich nunschon wieder einen Umstand, den ich dir bis jetzt höflich ver-steckt hielt — den wahren Grund nämlich meines Heimwehs.Keine Vorwürfe, lieber Eduard. Freundschaft und Patrivtismhaben viele anziehende Kräfte, aber — was wollen wir esläugnen? — Liebhaberei hat deren noch mehr.