47
Bestürmt mich nicht mir euerm WortgetoseVon Menschenkraft und Seelengröße,
Seit Fabers Glanz mich überschien!
Beredt, den Widerspruch zu scheiden,
Daß Freisinn in der SklavereiWohl möglich, und im höchsten LeidenEin Weiser Herr des Schicksals sey,
Lauscht zwar mein Ohr auf euern Wohlklang: aber
Beredter prediget mir Faber
Der Stoa Wahlspruch: Ich bin frei.
War es der Geist, der in der SchuleDes Zenv Stärkungen verschrieb,
Der ihn von seinem WeberstuhleIn diese Kluft des Jammers trieb,
Wo, von dem Glück der Freundschaft abgeschieden.Wie von der Liebe, nur der FriedenMir sich allein ihm übrig blieb ?
Nein, er ging auf dem dunkeln Pfade,Den nur der Göttliche ihm brach.
Der für uns litt, frei und geradeDer geistigen Belohnung nach:
Sein Herz bedurfte keiner Lehre;
Er rettete der Tugend Ehre;
Er hielt, was Seneka versprach.