Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Kenntnisse und die Harmonie der Sprache benutzt, um unsin lauter Spaziergängen zu der Quelle der wahren Naturzu führen, zu der wir ehedem höchst langweilige Umwegemachen mußten! Sein Grundsatz von der Liebe, der jetztallgemein angenommen wird, wie viel hat er nicht zur Er-sparung unserer kostbarsten Zeit beigetragen!" — „Welcher,um Vergebung?" fiel ich ihr in die Rede. — „Daß in dieserLeidenschaft," antwortete sie mit einer dogmatischen Miene,die ihr nicht so ganz übel anstand, „nichts gut sey, wasnicht — um es kurz zu sagen — gerade zum Ziel führt. Alleunsere physischen und moralischen Handlungen standen längstunter dieser Regel: aber erst seit ihm gebietet sie auch derLiebe. Seit dem Ausspruche dieses großen Naturforschersist das ekle Romanhafte unter uns gänzlich verschwunden,und man wird jetzt selten ein so lächerliches Paar finden,das einander gefällt, und nicht auf Büffons Gefahr damitanfinge, wo die Großältern aufhörten." — „Wirklich?" wardas einzige Wort, das ich, während sie Athem holte, ein-schieben konnte. — „Was, mein Herr," überströmte michjetzt der Fluß ihrer Beredsamkeit aufs Neue, „was sagenSie von seinem hinreißenden Style? Voltaire ist gewiß iuseinen Gedichten ein rührender, melodischer Sänger: aberich gestehe, daß ich in beiden Rücksichten die Prose unsersBüffon den schönsten Versen des Dichters vorziehe. Ver-gleichen Sie nur die Stelle, wo jener von den Schrecknissender Natur spricht, mit dem Voltai-reschen Gedichte über das