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Ich habe dir zwar schon vorhin die Vorzüge des Engelsan ineinem Arme mit einzelnen, dem Lobe geheiligten Wortenangedeutet. Aber ich weiß schon, wie es mit solchen Wortengeht. So gewählt sie auch seyn mögen, gleiten sie doch überdas Gehirn, wie die glänzenden Kügelchcn des Quecksilbersüber eine Glastafel, hinweg. Man muß sie erst auflösen undzu einer Unterlage verarbeiten, wenn man den Strahl, deruns blendet, auch in die Augen eines Andern zu spielen ge-denkt. Leider hat mein in Asche verwandeltes Tagebuch, andem in dieser Rücksicht auch nichts verloren ist, bis zu derheutigen Mitternachtsstunde nur Schilderungen aus der weib-lichen Welt sammeln können, die, wenn ich das Dosenstückeiner gewissen Margot ausnehme, das ich dir wohl gegönnthätte, nicht werth waren, das Kabinet eines ächten Liebhabersdes schönen Geschlechts zu verzieren. Es thut mir daherrecht wohl, daß ich einmal auf ein Profil gestoßen bin, dasselbst neben einer heiligen Familie von Raphaël kein unebenesSeitenstück abgeben würde, hätte mir nur das Original langegenug sitzen önnen, um mehr als einen Schattenriß vonihm zu entwerfen. Diese unvollkommene Darstellung wirdindeß immer noch unendlich schätzbarer seyn, als die ausge-maltesten Stücke meiner vorigen Sammlung. Es war schonein Aug seltener Gutmüthigkeit, daß die junge Schöne ohneAbnahme an Freundlichkeit ihre Hand aus dem Arme einesbekannten Freundes in den nieiuigen legte; daß sie aberauch nachher, als ihr im Garten die Wahl eines andern