Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Gesellschafters frei stand, sich mir einem Fremden begimgte, derweder über die Tagesgeschichte der Stadt mit ihr schwatzen,noch in der ihm ungewohnten Sprache durch leichte Scherzeihr Ohr reizen konnte, muß ich ihr schon hoher anrechnen.Doch, daß sie bei ihren sechzehn Jahren sich die nahm,ein Herz, das in der Nahe des ihrigen schlug, zu behorchen,daß sie verstand den verdeckten Werth desselben zu entwickeln,seine flatternden Faden aufzufangen, mit der zartesten Fühl-barkeit ihren Gehalt zu unterscheiden, und nur die besserndem Gewebe ihrer schonen Seele anzuknüpfen, das, Eduard,war mir vollends eine so ungewöhnliche Erscheinung, als ichje eine erlebt habe.

Wahrend mir an ihrer Seite so wohl war, brachte mickdie Erinnerung — zum Glück nur ein einzigesmal — aufmeine Nachbarinnen von diesem Mittag. Es war ein krauserGedanke. Sie hätten mir wohl zu keiner Zeit mehr zu ihremNachtheile einfallen können. Was wäre aus mir und meinemherrlichen Abend geworden, wenn es meiner glücklichen Albern-heit nicht gelungen wäre, Beide von mir zu verscheuchen. —Was hätte ich anfangen wollen, wenn die eine so viel Ge-schmack an meiner Lehrbegierde, die andere an meinen sitt-samen Augen gewonnen, diese zu einem empfindsamen Spa-ziergange mit mir ihre Astern abgesteckt, jene mir noch etwasüber den Büffonfchen Grundsatz zu sagen gehabt, und mich —Gort erbarme sich —zu ihrem Begleiter gewählt hätte? DiesesBewußtseyn enrgangener Gefahr, wie mußte es nicht den