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Unrecht," verhöhnte mich der Wirth; „einer ist wohl so uner-klärbar alS der andere: doch, mein Beruf ist es heute nichtzu philosophiren, sondern meinen Iechgästen Wein aufzutra-gen." — Er wollte nun gehe»; ich vertrat ihm die Thür.—„Nur noch ein Wort, lieber Mann! Könne» Sie mir wohlBescheid geben-" — „O ja," unterbrach er mich, „voll-
kommen." — „Wissen Sie doch noch nicht, worüber," fuhrich ihn an. — „Vermuthlich doch," versetzte er, „über denTod des Gehenkten; denn heute wird nur davon gesprochen."„Nichts weniger," gab ich zur Antwort; „was geht michder Gehenkte an! Die Rede ist von der liebenswürdigenTochter des Herrn Intendanten, deren Bekanntschaft ichheute gemacht habe." — „Läuft ziemlich auf Eins hinaus,"kauderwälschte der betrunkene Kerl. „Nächster Tage wirdFräulein Klärchen" — der Name gab mir einen Stich durchsHerz — „auch nicht viel besser als erekutirt seyn." —„Herr!" polterte ich ihn an, „Sie sind nicht gescheidt, oderhaben mich nicht verstanden. Um mich kurz zu fassen, wollreich nur fragen, ob Fräulein Klärchen das einzige Kind desHerrn von Saintaignan sey?" — „Seine einzige Tochter istsie," — antwortete er mir jetzt besonnener. „Doch vergebenSie, ich will nur einen Blick auf meine untere Wirthschaft wer-fen, und bin sogleich wieder zu Ihren Diensten." Mitdieser Versicherung flog er vor einer Stunde zur Stubehinaus, ohne sich weiter um mich zu bekümmern. —