Band 
[Fünfter und sechster Band.]
Seite
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Ach, mein Eduard! bis hierher hatte ich geschrieben, undda ich dir nichts mehr zu erzählen hatte, war ich eben in,Begriffe zu Bette zu gehen, als der Wirth sachte die Thüreöffnete, und, da er mich noch aufsah, hereintrat. — „End-lich," hustete er mir entgegen, „ist es ruhig in meinemHause. Mein Tagewerk ist vollbracht, bis auf die Erklärung,die ich Ihnen von meiner vorigen Rede noch schuldig blieb.Sie erkundigten sich nach Fräulein Klärchen. Das schöneMädchen scheint Eindruck auf Sie gemacht zn haben. Siesind nicht der erste Fremde, dem das widerfährt. Erekutirt —sagte ich? Nun das war nur scherzweise. Ich würde von derganzen Sache nichts wissen: aber die Dame, die Sie beiihr werden gesehn haben, ihre Gouvernante von Jugendauf, ist meiner Frau Schwester; durch sie erfahren wirAlles. Nächster Tage, sagte ich? Hören Sie nun, wie ichsmeine. Künftigen Sonntag, wird seyn der vierundzwan-zigste, feiert Fräulein Klärchen ihren sechszehnten Geburts-tag; aber wie? Sie setzt sich ganz früh mit meiner Schwägerinin einen zugemachte» Wagen, in Begleitung eines Geist-lichen, schneeweiß gekleidet, wie ein armer Sünder, steigtnicht weit von Marseille bei den Urselinerinnen aus, läßtsich ihr langes Haar abschneiden, tritt ihr Probejahr an undwird in einer Zelle begraben. Der Zirkel ihrer Freundeund Bekannten mit aller seiner Kultur trinkt dann, so gutals heute meine Gäste, ein Glas mehr als gewöhnlich. Siehtdas nicht ganz wie eine Erekutivn aus, mein Herr?" —