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das unserer Phantasie von unersetzlichem Werthe scheint." —„Wer hart genug ist," antwortete ich, „eine solche Schwesterdem Moloch — der Mvnchswuth zu opfern, verdient stattder Schmeichelei eines liebenden Auges die Umarmungender Furien. Gott tröste und segne nur die beiden trefflichenMädchen — was kümmert mich der unnatürliche Bruder!"
Der Wirth schlich während meines heftigen Ausfalls gähnenddavon. Ich schlüpfte in meine Kammer — aber woher solltemir der Schlaf kommen? — stürzte wieder heraus, setztemich an meinen Schreibtisch, und sitze noch da, fluche dergeistlichen Verrätherei an der Menschheit und zanke zurAbwechslung mit dem Schicksale. Ich kann mich nicht tröstenÜber den Verlust, den Welt, Tugend und Freude durch dieMordthat an diesem unvergleichlichen Mädchen erleidet. Jetzterst begreife ich ihre Erschütterung, als die Klosterglockenzum nächtlichen Gebete läuteten; jetzt erst fühle ich das ganzeGewicht der stillen Thräne, die ihr über die Wange in denKelch der Passionsblume rollte; erst jetzt wird es mir klar,warum ihre Bewunderung des ausduldenden Kapuziners sichin Beben und Gebet verlor, warum ihr Auge so gerührtüber den Blumen hing, die sie ihrer eingekerkerten Agathedarbrachte, und ich verstehe die Wehklage über ihr Unver-mögen der verwaisten Armen zu helfen.
O du, deren melodisch-tönende Trauerstimme mir dasHerz jetzt schneidend durchdringt, wohl hattest du Recht: ichentdecke mir Stolz den Sinn deiner Rede, daß ich zwar