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Mann," fuhr sie mit aufgehobenen Augen fort, „in meinerAeltern Hanfe zur Miethe, und denken Sie! ich bewohnefein Arbeitszimmer. Es ist klein — aber wahrlich, ich ver-tauschte es nicht mit dem schönsten Spiegelgemach — schondes Quatrains wegen nicht, das er auf eine der Fenster-scheiben gekritzelt hat." — „Was?" fiel ich ihr in die Rede,„Sie besitzen eine Fensterscheibe mit einem Quatrain vonVoltaire?" „Ja," wiederholte sie mit stolzem Anstand, „vierVerse von seiner eigenen Hand, und die selbst in der neuestenAusgabe seiner Werke fehlen." — „O Madam," trat ichihr jetzt näher, „wie glücklich konnten Sie mich durch diesesStückchen Glas machen! Bestimmen Sie, ich bitte, einenPreis, ich verstehe mich unbesehen dazu." — Lieber, lieberEduard, daß ich doch nie lernen werde, meine Worte zuwägen! „Es thut mir leid," antwortete sie mit übrigenssehr freundlichen Augen, „daß ich mich auf so einen Handelnicht unbedingt einlassen kann — Jene Scheibe ist mir einzu liebes Eigenthum und — nicht wahr, lieber Vater?"rief sie einem ältlichen Militär zu — „unzertrennlich vonmeiner Person." — Diese Erklärung stopfte mir auf einmalden Mund. Ich leistete zwar ungern Verzicht auf solch einenSchatz für mein Kabinet, that sogar ein fiebriges, warf zumzweiten Mal einen Blick auf das denkende Wesen; aber derPreis war und blieb mir zu hoch.
Der Aufruf zur Tafel unterbrach bald nachher das allge-meine Gespräch. Meine Kunstgenossin setzte sich neben mir