Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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Gejandtschaftsposten, der ihn fünf Jahre von seiner Verlobtenentfernte. In dieser Zwischenzeit fiel das, nächst an denWohnort des Barons gränzende Landgut durch Erbschaft aneinen Herrn von Gram mont, der liebenswürdig, sittlichund von dem edelsten Herzen, weit mehr als der Herzoggleiches Namens, verdient hätte, die Feder eines Hamiltonzu beschäftigen. Er besuchte seinen Nachbar sah die Tochter,die in der Blüthe »hres siebenzehnten Jahres stand, undnun erst hielt er den Zufall, der ihn in dieses Thal einge-führt hatte, für einen Würfel in der leitenden Hand derVorsehung, die das höchste Glück seines Lebens bezweckte,und strebte, seit dieser unvergeßlichen Stunde, dem großenZiele seiner Hoffnungen nach. Er erreichte es gewannbald die Achtung und Freundschaft des Vaters, und nurdesto geschwinder auch die Gegenliebe der Tochter, die sichin aller Unbefangenheit der Jugend ihrer ersten Neigunghingab. Kein Ring, kein Brief, kein Gedanke erinnerte siean ihren entfernten Verlobten, am allerwenigsten der Vater,der sich nur im Stillen die Uebereilung seiner ältern Zusagevorwarf, nicht über das Herz bringen konnte, die wachsende,schöne Leidenschaft der Tochter zu stören, und, als sein Freundum ihre Hand bat, weder vermögend war, sie ihm abzu-schlagen, noch zu gewähren. Wenn die beiden Liebenden mitThränen der Zärtlichkeit bittend vor ihm standen, bat er siedagegen nur um Geduld und Aufschub vermischte seineSeufzer mit den ihrigen, verschloß aber nur desto sorgfältiger