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Sie drückte mit der einen Hand, unter einem Ergüssevon Thränen, ihrem Vater die Augen zu, und reichte dieandere ihrem Geliebten. Nach einer kurzen Trauer feiertensie den Festtag ihrer Vermählung, der ihre Herzen —Tugenden und Güter in ein schönes Ganze verschmolz. Dasglücklichste Paar aus dem schönsten Punkte der Erde! lautetedie allgemeine Stimme, und nie hatte sie wahrer gesprochen.Nach sieben Monaten vollen Genusses aller irdischen Selig-keiten kam der Zerstörer derselben, der Graf, von seinerMission zurück. Ich sah ihn den Tag nachher bei unsermGouverneur. Da scherzte er noch über die Untreue des ihmeinst aufgedrungenen Kindes. Er habe sie, setzte er lachendhinzu, in Neapel erfahren, wo zum Glück ein junger Mannsich noch am geschwindesten über solche Unglücksfälle tröstenlerne. AIs er aber in der Folge überall, wo er nur hinkam,von seinem Verlust unterhalten wurde, und dessen Größeerst ganz begriff, da ihm ein glänzender Zirkel auf die Frage,mit der er ungestüm in den Saal trat: Sagen Sie mir umGvtteswillen, wer ist das wunderschöne Weib und der strah-lende Herr, die mir eben im Vorzimmer begegneten? —aus allen Ecken zurief: Graf! Kennen Sie denn Ihre ehe-malige Braut nicht mehr? da fielen diese Worte wie einDvnnerschlag auf sein Herz, erfüllten es mit den wüthendstenGefühlen des Stolzes, der Eifersucht und der beleidigtenEhre. Seine innere Empörung ward allen Gegenwärtigensichtbar. Er veränderte die Farbe, so oft der Name Grammont