140
Der Mönch, klug wie er war, und mir dem seltnen FalleDer Königin vertraut, that, was ihr EhkompanKalt in der Andacht, nie gethan,
Daß eine wenigstens nur helfe, ruft er alleDer Christenheit Madonnen an.
Und kaum vernahm von fern das Murrerbild der GnadenDen ungewohnten Ruf, als, ohne zu verzieh«,
Es in dem ganzen Reiz der Nymphen von OstadenDem eingeschlafnen Mönch erschien. —
„Steh!" treibt es ihn, „'steh' auf, venr König ohne SchadenWeck" Annen auchl Ihr sey zum Possen dem KalvinNoch diese Nacht ein Sohn, der einst durch DragonadenDas Volk, das mich verkennt, nach Kassel und BerlinZum Teufel jagen wird — verlieh«!"
Und der Mönch erwacht und erweckt auch Annen. —
Unsrer lieben Frau Wirkungen begannen:
Freundlich war die Nacht, und dem Mönch gelangDes Kalvinuö Untergang.
Und der Prinz kam an, den der fromme ParerKraft des Wundertraums verhieß,
Eh sich sein gekrönter VaterEtwas von ihm träumen ließ. *
* Der Autor dieses Tagebuchs kann wohl die Wahrheit seiner Er-zählung nicht besser belegen, als durch das unverwerfliche Zeugniß desGeschichtschreibers Papou, eines von den Vatern des Oratorii zu Mar-seille. Wenn er die Schlußfolge derselben, die er dem Leser überlaßt,mir Stillschweigen übergebt, so ist diese Zurückhaltung nur seinen Ver-hältnissen zuzuschreiben. In seiner Histoire littéraire äe .Provence, weicht178Q ju Paris erschien, heißt es: — — Ludkwîg der Dreizehnte hatte