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Der Erzähler einer merkwürdigen Begebenheit, der auf-merksame Auhörer findet, ist, wie ein reicher Gutsbesitzerunter seinen Fröhnern, ein überaus glücklicher Mann. Vonder einen Seite schlägt der Glanz seines Gegenstandes —von der andern das Ausströmen der erwärmten Neugicr,
schon dreiundzwanzig Jahre in einer kinderlosen Ehe gelebt, als einesTages der Bruder Fiacre, ein Barfüßer, Gott um Fruchtbarkeit für dieKönigin anflehte. Die heilige Jungfrau, sagt man, erschien ihm am3. November 1657, und versicherte ihn, daß sein Gebet erhörr wäre,dock mit dem Zusätze, daß die Königin ihr dreimal neun feierlicheMessen und zwar neun davon in der Kirche U. L. F. der Gnaden inder Provence tollte halten lassen. Zum Beweise, daß sein Gesicht keineTäuschung wäre, zeigte sie sich dem Bruder Fiacre so, wie sie auf demobgedachten Gemälde vorgestellt ist. Der König und die Königin schicktendiesen Mönch, nachdem sie die Nachricht von jener Erscheinung verrnvmmen hatten, in die Provence, um zu sehen, ob die heilige Jungfrauwirklich daselbst so abgemalt wäre, wie sie ihm, seinem Vorgeben nach,erschienen war. Zugleich erhielt er den Auftrag, wenn es sich so ver-hielte, neun Messen in der obgedachten Kirche lesen zu lassen. Es trafalles mit der Beschreibung, die der Bruder Fiacre von seinem Gesichtegemacht hatte, überein, er leistete, was ihm aufgetragen war — unddie Königin kam am 5. September 1658 mit Ludewig dem Vierzehntennieder. Sie ließ es ihre erste Sorge seyn, der heiligen Jungfrau ihreDankbarkeit zu bezeigen, und schickte den Bruder Fiacre mit einem Ge-mälde nach der Kirche U. L. F. zur Gnade, auf welchem der jungePrinz vor der Mutter Gottes knieend vorgestellt ist. In der Folge machtesie eine Stiftung zu sechs Messen, welche auf ewige Zeiten in dieserKirche gelesen werden sollten. Zuletzt wallfahrte sie im Jahr i66v mirivre» beiden Prinzen zu dieser Kirche, miî> Ludewig der Vierzehnte w'eibetebei dieser Gelegenheit der heiligen Jungfrau fern blaues Ordensband,welches noch jetzt sorgfältig dorr aufgehoben wird, so wie er ihr auchin der Folge seinen Heirarhstraktar mit der Infantil Maria Theresia undden pyrenäijchen Friedensschluß. prächtig eingebunden, überschickte u. s. w.Man vergleiche damit noch die Stellen, die der Versasser des Tagebuchsaus dem Leben des heiligen Fiacre ausgezogen und weiter hin angeführt hatt