Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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auf seiner Herreise zum letzten Male von gaukelnden Vögelnumzwitschert, von balsamischen Lüsten umweht, dieses schaurigeGemäuer erreicht, und hinter ihm die Pforte zuraffelt, diees auf ewig von dem so freundlich winkenden Frühling —den schönsten Hoffnungen seines Geschlechts und jenen Fühl-losen trennt, die seiner kindlich und schwesterlich wimmerndenLiebe — doch immer noch werth bleiben!

Unter so peinlichen Gedanken wankte ich dem Kirchnermich, der uns eine Loge dem Altar gegenüber anwies, diedurch eine Glasthür in der Mitte zweier Fenster von demSchiffe der Kirche abgesondert war. Durch den flornen Vor-hang, der die Zuschauer verbarg, schimmerten zunächst zweieinander überstehende schwarz beschlagene Bänke meinen feuch-ten Augen entgegen, und an den beiden Seitenwänden zogensich die vergitterten Schranken der Nonnen herum. So langeich und der Marquis allein waren, übersah ich »och so ziem-lich gelassen dieß geistige Hochgericht; als aber bald nachherder Vater und Bruder des, seinen Schlächtern nun schonausgelieferten Lammes hereintraten, empörte sich mein Inneresso heftig bei ihrem Anblicke, daß ich kaum über mich gewin-nen konnte, ihre höfliche Verneigung kalt zu erwiedern.Die heuchlerische Miene, mit welcher der erste sogleich aufdie Kniee fiel, täuschte mich so wenig als das bleiche abge-härmte Gesicht des andern. Mag es meinetwegen wahr seyn,was mir der Wirth zu Tonion von ihm erzählte; es schändetden eigennützige» Jüngling nur desto mehr, daß er lieber