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seiner Braut und den Pflichten der Ehre und der Mensch-lichkeit, als dem schwesterlichen Erbantheil entsagte, der ihm,trotz der tollen Verordnung der Mutter, nicht zukam. Ichkonnte diesen Abscheulichkeiten nicht länger nachgrübeln, dennjetzt fingen die Glocken zu läuten an, und der Befördererund Erekutor des schwärmerischen Testaments, der Domini-kaner, erschien, warf sich vor den Altar und betete so langeim Stillen, bis jene schwiegen, und nun ein zweistimmiger,aus den Klausen der Nonnen sanft hervorwallender Choraldas Trauerspiel eröffnete. Indem sich der Geistliche seinerBank zur linken Seite unserer Loge näherte, trat zugleichauf der rechten — o wie stiegen mir die Haare empor —die Verurtheilte, weiß gekleidet, hinter einem Kirchstnhleheraus, und bewegte sich an der Hand ihrer Erzieherin, mitniedergeschlagenen Augen feierlich langsam nach ihrem Sitze.Diese bot ihr einen Flacon zum Riechen. Sie dankte derFreundin, ohne ihn anzunehmen, durch ein gutmüthigesLächeln für ihre Besvrgniß, und verbeugte sich gegen denMönch, der nun, die Schreckensurknnde in der Hand, seinenVortrag im schlichten Predigerton anhob: „Der erste Lautmeines Mundes an diesem Zufluchtsort unserer Andacht seyder Glorie des Allweisen und Unerforschlichen und dem An-denken jener zu seiner Herrlichkeit Uebergegangenen geweiht,der Sie, theures Fräulein, das Daseyn verdanken. DerGlanz ihrer Sterbestunde erhelle die gegenwärtige, die unsbeide zu dem gemeinschaftlichen Zwecke vereinigt, den letzten