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Stunde der Erwartung lag, meinen Wohlthäter zu sehen,weder beten noch arbeiten. Mehrmal habe ich in nächtlicherTäuschung geträumt, daß mein Vater seine Hand in diemeinige legte und uns segnete, und wenn ich erwachte undmich besann, vergoß ich bittere Thränen über die Unmöglich-keit ihm anzugehören. Willst du das Liebe nennen, nunso habe ich hoffnungslose Liebe für einen Tugendhaftenempfunden. Mein Herz unterwirft sich in Demuth demWohlthätigen Kummer, mit dem mich, o schon längst! seineGleichgültigkeit bestrafte; denn ich bekenne, ehrwürdiger Herrdaß sie es, und Gott möge sich meiner erbarmen, allein war,die mich antrieb dem mütterlichen Willen zu gehorchen, undmir, nach langem Kampfe, meine Bestimmung zum Klosterwünschenswerth gemacht hat. So gebrauchte der Allgütigedie Würde dieses Mannes, um mich auf den geheiligtenWeg zu leiten, den ich jetzt nur desto williger und zufriedenerbetrete, da er mich mit der edelsten meiner Jugendfreundin-nen wieder vereinigen wird, die ihn aus mitleidiger Liebezu mir voranging. Gute großmüthige Montbaffon. — " EinErguß zärtlicher Thränen unterbrach eine ganze Weile denWohlklang ihrer Stimme. Herrlicher und reizender habe ichnie ein Weib gesehen, Eduard, als es diese angehende Nonnein den erhabenen Augenblicken war, aus denen ich ihr nach-lalle. Bescheidenheit, Muth und Ergebung strahlten aus dengroßen, blauen Augen. Die höchste Reinheit der Seele töntevon den befeuerten Lippen. Jeder warme Ausdruck ihres