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Abschied. " — „3«/ Fräulein," antwortete der Greis undwischte sich die Augen, „ich will gern und gewissenhaft IhrenAuftrag ausrichten, sobald Sie mich noch belehren wollen —an Wen?" Betroffen staunte das reizende Geschöpf bald denGeistlichen, bald ihre Aufseherin an. „Ach!" erwiederte sie,„bedarf es wohl noch des Namens?" — o, daß doch dermeine einmal so hoch gewürdigt, solch einem Herzen entquellen,über solche Lippen fließen niöchte! — „des Namens meinesWohlthäters? — Ihres edeln Freundes — Saint-Sanvenr?"
Und in demselben Augenblicke, in welchem dieß großeLosungswort verhallte, sprengte er, den es zur höchsten Selig-keit eines Sterblichen berief, dessen ahnendes Herz, wie ichnun sah, so ungestüm über meiner Hand geschlagen hatte,die Mittelthür unsrer Halle auf — umschlang in sprachloserHerzenserschütternng die aus dem Schrecken der Ueberraschungohnmächtig dahin Sinkende, riß ihr den Schleier ab, unddrückte wild seine Lippen auf die ihrigen. Und in derselbenSekunde flogen diesem Engel zwei andere aus ihren Wolkenzu, die der Betäubten die Schläfe bestrichen, und unterKüssen, Wimmern und den zärtlichsten Fragen — Klara, liebeKlara, kennst du deine Montbasson — siehst du denn deineAgathe nicht? — die Erblaßte wieder ins Lebe», und, Gottim Himmel! in was für ein wahrhafteres Leben zurückriefen.Und in derselben Minute drängten und schmiegten sich Varerund Bruder an die unverlorne Tochter — an die geretteteSchwester, und der Mönch ging und warf sich in abgezogener