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Andacht vor den Altar. Nur ich, der nicht wußte, wie ihmgeschah, der die verdeckten Kräfte nicht begriff, die in demAugenblicke der Entscheidung mächtig genug seyn konnten,den Schlag aufzuhalten, der über der armen Verurtheiltenschwebte, ich, dem dieselben beizenden Tropfen, die ihm dasherbste Gefühl kurz vorher in die Augen getrieben hatte, jetztals labender Thau über die Wangen zitterten --- ich alleinblieb, in stummem Erstaunen, unbeweglich auf einer Stellezwischen der Glasthüre stehen. Wen sollte ich über dasWunder dieser Verwandlung befragen? Von wem konntemein Ruf, in diesem Sturme tobender Leidenschaften, einehörbare Antwort erwarten? Ach, diese Seligen genossen, wieihre Gespielen im Himmel, ihres überschwenglichen Glücks,ohne des Neugierigen zn achten, der sich mit geblendetenAugen in das Uncrforschliche verlor. Umsonst, daß in diesemSchauspiele des Entzückens mein spähender Blick jeder Rich-tung der Freundschaft, Liebe und Hoffnung nachschlich, die sichhier aus Mienen, Küssen und abgebrochenen Worten ergaben;denn kaum hatte meine geschäftige Einbildungskraft aus denerlauerten Bruchstücken einen unhaltbaren Roman zusammen-gesetzt, so riß ihn auch meine kältere Beurtheilung eben so ge-schwind wieder ein. So schwebten meine verworrenen Gedankennoch über der rührenden Gruppe, die sie veranlaßte, als derDominikaner, von seinen Knieen erhoben, langsam und dochunbemerkt, sich den in ihrem Glück Versunkenen näherte;doch sobald er in ihrem Kreis stand, waren Aller Augen auf