Band 
[Fünfter und sechster Band.]
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untern Entzückungen auf dem Balkon verweilt hatten, dennich konnte kaum Agathens Gcsichtcheu mehr erkennen — aberwie schnell verstummte nieine Kritik, als mir beim Austrittaus dem düstern Gebüsche das Schloß unsers Anführers mittausend bunten Lampen, wie mit Diamanten behängt, eut--gegenstrahlte. Ein neuer überraschender Anblick, jedoch nurwenige Minuten. Wir huldigten nur so lange der Prachtund der Kunst, bis sie uns selbst an die schönere Natur unddurch eine vortretende Inschrift über dem Eingänge an dasdreifache Fest der Geburt — der Erlösung und der anbrechen-den Vollendung des gefeierten Mädchens erinnerten. Unsregeblendeten Augen, alle zugleich, wie durch den Druck einerFeder, auf die Einzige gerichtet, erfaßten, umschlangen undentwickelten nun die schlanke, holde, siebenzehnjährige Ge-stalt — Die Bedungen des durch die kleinsten Fältchen ihressittsamen Nonnengewandes spielenden Lichts setzten ihreSchönheit in einen so ätherischen Schimmer und uns Alle ineine so optische Täuschung, daß in einer Art taumelnderErwartung: jetzt werde Sie der Erde entschweben, eine Anngeder andern den Ausruf abnahm: Welch ein Mädchen — welchein überirdisches Mädchen! Ach, sie ist zum Engel geboren.Spotte nicht etwa, guter Freund, meiner enthusiastischenSchilderung! Niemand fühlt die Anstrengung der ohnmächtigenSprache lebhafter als ich; aber.ich kämpfe hier so vergebensmit Worten, wie Raphaël bei dem letzten Gemälde feinet*Hand mit den Farben: denn welcher Sterbliche vermag das