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nun, da ich davor stand und mir über dem Eingang die WorreVoltaire's, die sie, die Erbauerin, zur Aufschrift gewählthatte, in die Augen fielen — ich mit der Sprache rang, umsie an diesem stillen Orte der Erinnerung noch einmal zuwiederholen, und bei der letzten halben Zeile est-ou seul, ouest sage, meinen Begleiter bedeutend anblickte, als wennich sagen wollte: Wer kann diese Wahrheit besser fühlen, alsein Mönch! — ach, wie gerührt wurde ich nicht durch seineAntwort! „Wollte Gott," sagte er, „die letzte Hälfte desSpruchs wäre so wahr als die erste! Ach, wer kann dennmehr allein seyn, als die Arme es ist, die ihn hinschrieb?Was hat sie mnthlos bis zum Wahnsinne gemacht, als Tren-nung — Entfernung und die Unmöglichkeit, ihr verschwundenesGlück wieder zu erlangen? — und sind nicht, mein Herr,"indem er mir die Hand drückte, „sind das nicht auch dieGrundpfeiler der Klöster, und bringen sie nicht auch dieselbeWirkung hervor?" Ich war so verlegen über diese unerwarteteAeußerung eines Dominikaners, daß Gott wissen mag, wermir zwei Worte, die ich immer für widersprechend gehaltenhabe: das Glück des abgezogenen Lebens, auf die Zunge ge-riethen — „Das Leben," antwortete der Mönch, „sollte nievon Thätigkeit und erlaubtem Genuß abgezogen werden, dennwas wäre sonst seine Bestimmung? Wenn dein Widerstandgegen wilde Neigungen nur von der Kette herkommt, dieman dir anlegt, wem kann die Ehre davon gebühren, alsder Kette? Ach, wie ist das Verdienst der Mönche und