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Nonnen so geringe! Unendlich ehrwürdiger ist mir der Mann,der in den Wellen des Lebens, wo nicht fest wie ein Felssteht, doch ihnen! wenigstens so viele freie Kraft entgegensetzt,daß sie ihn nicht ganz in den Sand spielen. O, ich kenne denWerth der Tugend, die von Versuchung entfernt ist — verstehedie Lieder der singenden Vogel, die ein Käficht umschließt —Was enthielten die Seufzer meiner Andacht von meinemachtzehnten Jahre an bis in mein fünfzigstes? Löset die zärt-lich frommen Empfindungen der Nonnen, die nächtlichenGebete eines Klosterbruders auf und ihr werdet erschrecken!Wie kann das Zerreiben eines armen, menschlichen Herzens,das aus der Werkstatt der Natur sich als einen unnützenStein in eine Wüste verworfen fühlt, wie kann es zufriedenseyn, wie könnte es Gott gefallen! Das Glück, im Gutenthätig und frohen Herzens zu seyn, genieße ich alter Mannerst seit fünfzehn Jahren, mein Herr, und mußte mir esdurch die Folge meiner sitzenden, und ohne mir einer andernSünde bewußt zu seyn, als die mir zur Pflicht gemacht war— bußethuenden Lebensart — durch eine schwere Krankheiterringen, die aus Ungeduld gegen Gott und Menschen zu-sammengesetzt, zu dem höchsten Grade von Melancholie er-wachsen war. Hoffnung der Freiheit, die mein Arzt menschen-freundlich unter seine Arzeneien zu mischen verstand, be-wirkte allein meine Genesung, und auf seine Furcht voreinem Rückfalle, die er dem Pater Schatzineister ans Herzlegte, verlängerten meine Obern die Kette, die mich an ihre