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der Maria das Gelübde gethan, sie der Entsagung des Ehe-standes und dem Klosterleben zu weihen, und durch ein feier-liches Testament ihr alle Mittel benommen, ein anderes zuführen. -»In einer solchen Lage fand der Dominikaner dieseGewissenssache, als er in dem Hause des Gouverneurs bekanntund von seiner Gemahlin zum Beichtvater gewühlt wurde.Der rechtschaffene Mann nahm sich sogleich auf das Heiligstevor, die Mutter von ihrer Verblendung zu heilen und dasunschuldige Kind zu retten. Er bemächtigte sich der Freund-schaft und des Vertrauens der Marquise, und stieg endlichin demselben so hoch, daß er es wagen konnte, ihr seine bessernGrundsätze vorzulegen; aber welche Gewandtheit, welchesanfte Beredsamkeit mußte er nicht anwenden, um die frommeFrau nur erst bis zum Zweifel an der Rechtmäßigkeit ihresGelübdes — und welche List der Tugend, um sie bis zur Be-reuung desselben zu bringen! Endlich gelang es seinem stand-haften Eifer, den schwachen Grund in so wett zu untergraben,daß die Säule ihres Aberglaubens — wo nicht ganz einstürzte,doch um ein Merkliches sank. Als er eines Morgens daskleine liebe Mädchen auf den Arm nahm, sich an ihrenSchmeicheleien ergötzte, ihre großen blauen Augen, ihre zumKüssen einladenden Lippen, und die herrlichen Züge betrachtete,die schon damals ihr Gesichtchen zum Verwundern erhoben,ri?f er bewegt: Und alle diese Kleinodien der Natur, dieseGeschenke Gottes sollen dein menschlichen Glücke entzogen undlebendig vergraben werden, bis sie unter dem peinlichsten